Prof. Dr. Christa Dürscheid


«Wissen erarbeiten, Wissen vermitteln – das gefällt mir.»

Professorin | Deutsche Sprache (insbesondere Gegenwartssprache) | Linguistin

Laufbahn

1978 – 1985Studium in Freiburg im Breisgau, Paris und Köln
1988Dissertation an der Universität Köln: «Zur Vorfeldbesetzung in deutschen Verbzweit-Strukturen»
1989 – 1995Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Deutsche Sprache und Literatur der Universität Köln
1995 – 1996Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFGProjekt «Erzeugung grammatischen Wissens» in der Abteilung für Sprachliche Informationsverarbeitung der Universität Köln
1998Habilitation in Köln: «Die verbalen Kasus des Deutschen. Untersuchungen zur Syntax, Semantik und Perspektive»
1999 – 2000Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Linguistik/ Germanistik der Universität Stuttgart
2000– 2002Hochschuldozentin am Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik der Universität Münster
seit 2002Ordentliche Professorin für Deutsche Sprache, insbesondere Gegenwartssprache, am Deutschen Seminar der UZH

Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Mir gefällt die intellektuelle Freiheit, die ich habe: Ich kann zu Themen forschen, die mich interessieren, kann auswählen, worüber ich publizieren und vortragen will, habe gute Arbeitsbedingungen und kann mir meine Zeit, zumindest in einem gewissen Rahmen, einteilen.

Gab es in Ihrer Karriere besonders prägende Durststrecken oder Misserfolge? Wie überwanden Sie diese?

Die Zeit nach der Habilitation war eine solche Durststrecke. Ich hatte zwar immer eine befristete Anstellung, strebte aber nach einer Professur und wusste nicht, ob ich das erreichen würde. Diese Ungewissheit war belastend. Andererseits sehe ich jetzt, dass diese Phase auch ihre Vorteile hatte: Ich hatte Freiräume und konnte mich mehr als jetzt meiner Forschung widmen.

Hatten Sie Vorbilder, die Ihren Werdegang beeinflusst haben?

Ich bin meinen Weg gegangen, ohne mich an anderen Personen auszurichten. Es gab Professoren, die mich als Studentin gefördert haben, aber ich habe sie nie als Vorbilder angesehen.

Welche Tipps geben Sie einer Jungforscherin auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?

Wichtig ist, nicht nur in einem engen thematischen Feld ausgewiesen zu sein. So sollte man sich früh darum bemühen, zu verschiedenen Fragestellungen zu arbeiten, und die Arbeiten nach Möglichkeit in Fachzeitschriften (nicht nur in Tagungsbänden etc.) publizieren.