Prof. Dr. Marianne Hundt


«Forschen ist beides: Arbeit und Vergnügen.»

Professorin | Regionale und diachrone Variation in der Englischen Sprache | Anglistin

Laufbahn

1985 – 1992Studium in den Fächern Englisch und Deutsch an der Technischen Universität Braunschweig, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und University of East Anglia in Norwich (Grossbritannien)
1996Dissertation in Freiburg: «New Zealand English and its Relation to British and American English»
1997 – 2002Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Englische Philologie)
2002 Habilitation in Freiburg: «English Mediopassive Constructions. A Cognitive, Corpus- Based Study of Their Origin, Spread and Current Status»
2003 – 2008Ordentliche Professorin an der Universität Heidelberg
seit 2008Ordentliche Professorin an der UZH

Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Ich habe mich eigentlich nicht bewusst für die Wissenschaft entschieden. Es war eher eine Entscheidung gegen die Lehramtsausbildung (und zu früheren Zeitpunkten gegen weitere mögliche Alternativen). Alles Weitere betrachte ich dann als glückliche Fügung, weil ich meinen Traumberuf gefunden habe.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?

Die Kombination von Forschung und Lehre – ich möchte beides nicht missen; die Möglichkeit, mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen zu arbeiten, Nachwuchs zu fördern und zu begleiten. Beim Forschen kann ich vergessen, dass ich ‹arbeite› – die Grenzen zwischen ‹Arbeit› und ‹Vergnügen› sind sehr fliessend.

Gab es in Ihrer Karriere besonders prägende Durststrecken oder Misserfolge? Wie überwanden Sie diese?

Auf meiner ersten Professur war ich kurz davor, die Stelle aufzugeben, weil die Arbeitsbedingungen unerträglich waren. Ich habe mir Unterstützung von aussen geholt und mich auf meine derzeitige Stelle beworben. Eine grosse Herausforderung ist nach wie vor die Tatsache, dass mein Mann und ich seit 1995 in getrennten Städten arbeiten (er ist ebenfalls Sprachwissenschaftler und hat eine Professur an der Universität in Kiel).

Über welche Internationalen Netzwerke verfügen Sie?

ARCHER, und darüber mit KollegInnen in den USA, Deutschland, GB, Schweden, Finnland, Spanien, eine Reihe von Kollegen und Kolleginnen (Augsburg, Bamberg, Giessen, Münster), die an Teilkorpora des International Corpus of English arbeiten. Die KollegInnen, die an ICAME (International Computer Archive of Modern and Medieval English) beteiligt sind.