Prof. Dr. Anne Kolb


«Meine Begeisterung für die Forschung und Lehre in der Alten Geschichte weitergeben.»

Professorin | Alte Geschichte | Historikerin

Laufbahn

1984 – 1992 Studium in den Fächern Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Klassische Philologie an den Universitäten Heidelberg und Oxford
1992Dissertation an der Universität Heidelberg: «Die kaiserliche Bauverwaltung in der Stadt Rom. Geschichte und Aufbau der cura operum publicorum unter dem Prinzipat»
1994 – 1995Forschungsstipendium der Fritz Thyssen Stiftung an der Universität Freiburg i. Br.
1995 – 2001Assistenz am Historischen Seminar der UZH, Assistenz am Seminar für Alte Geschichte der Universität Basel, Oberassistenz am Historischen Seminar der UZH
2000Habilitation an der UZH: «Transport und Nachrichtenübermittlung des Staates im Römischen Reich»
2001 – 2005Assistenzprofessorin am Historischen Seminar der UZH
2005Ruf an die Universität Giessen, Professur für Alte Geschichte – abgelehnt
seit 2005Ausserordentliche Professorin für Alte Geschichte an der UZH

Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Die Frage nach wissenschaftlicher Arbeit versus andere Berufstätigkeit habe ich mir nie gestellt, da ich stets als Forscherin und Lehrende in meinem Fachgebiet tätig sein wollte. Daher kann ich es in der Tat auf die kurze Formel bringen, dass ich heute glücklich bin, genau so arbeiten zu können, wie ich es mir immer – eigentlich seit meinem 12. Lebensjahr, als ich mich für das Fachgebiet entschieden hatte – gewünscht habe.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?

Die Verbindung von Forschung und Lehre ist die ideale Kombination, um sich nicht nur selbst wissenschaftlich zu fordern und neue Erkenntnisse zu gewinnen, sondern eben diese mit Kollegen, jungen Forschenden und Studierenden zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Dabei können zudem Themen und Inhalte so vielfältig formuliert oder gestaltet werden wie es das persönliche Interesse und die jeweilige Quellenbasis zulassen. Dies halte ich für eine ganz hervorragende und fruchtbare Situation, die es ermöglicht, meine eigene Begeisterung für Forschung und Lehre in der Alten Geschichte weiterzugeben.

Welche Tipps geben Sie einer Jungforscherin auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?

Besonders wichtig erscheint mir, dass eine junge Forscherin ihr Forschungsthema gezielt auf ihre Interessen hin ausrichtet, um mit Eifer und Begeisterung daran zu arbeiten. Dann wird sie Problemen leichter trotzen und auch in schwierigen Zeiten am Ball bleiben.