Prof. Dr. Angelika Linke


«Wissenschaft kann glücklich machen.»

Professorin | Deutsche Sprachwissenschaft | Linguistin

Laufbahn

1972 – 1979Studium der Germanistik, Geschichte und Skandinavistik an der UZH und in Stockholm
1980 – 1995Assistenz und Oberassistenz am Deutschen Seminar der UZH
1984 Dissertation an der UZH zum Thema «Gespräche im Fernsehen»
1995Habilitation an der UZH zum Thema «Sprachkultur und Bürgertum. Zur Mentalitätsgeschichte des 19. Jahrhunderts»
1996 – 2000Assistenzprofessur an der UZH
2000 – 2003Ordentliche Professorin an der UZH (50%) und Professur (50%) am Forschungskolleg «Sprache und Kultur in Europa» der Universität Linköping / Schweden
seit 2003Ordentliche Professorin an der UZH (100 %) und ständige Gastprofessur am Forschungskolleg «Sprache und Kultur in Europa» der Universität Linköping / Schweden
2004Gastprofessur an der Washington University, St. Louis, USA
2009 – 2010Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin

Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Mich haben schon in der Schule theoretische Fragen interessiert. Es war ein Lateinlehrer, der mir die Einsicht eröffnet hat, dass Sprachen strukturierte Systeme sind. Das war ein glücklicher Moment. Solche Momente habe ich immer wieder gesucht. Die findet man nicht nur in der Wissenschaft, aber dort ganz bestimmt.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?

Mein Forschungsgegenstand – die Sprache – ist das Ausdrucksmedium des Menschen. Sprache ist konstitutiv für unser Wissen, für unser Denken, für unser Sozialleben. Es ist dieser «Sitz im Leben» der Sprache, der mich interessiert. Wenn man, wie ich, auch sprachhistorisch arbeitet, eröffnen sich zudem enge Verbindungen zwischen Sprach-, Kultur- und Sozialgeschichte. Diese Interdisziplinarität lockt mich besonders.

Welche Massnahmen ergreifen Sie als Professorin, um den wissenschaftlichen Nachwuchs an Ihrem Institut zu fördern?

Ich ermuntere Personen, die ich für wissenschaftlich qualifiziert halte, ganz direkt. Die Unsicherheiten und Härten einer wissenschaftlichen Karriere kann ich niemandem aus dem Weg räumen. Aber ich versuche durch aktive Betreuung von Qualifikationsarbeiten, persönliche Gespräche, durch Zusammenarbeit in Forschung und Lehre und durch die Vermittlung von Kontakten in der Scientific Community mein Möglichstes zu solchen Karrieren beizutragen.