Prof. Dr. Katharina Maag Merki


«Türen öffnen und offene Türen nutzen.»

Professorin | Erziehungswissenschaft | Pädagogin

Laufbahn

1987 – 1993Lehrerin an einer Primarschule im Kanton Zürich
1993 – 1997Studium an der UZH in den Fächern Pädagogik (Pädagogische Psychologie und Sozialpädagogik), Angewandten Psychologie und Mittelschuldidaktik
2001 Dissertation an der UZH: «Überfachliche Kompetenzen. Theoretische Grundlegung und empirische Erprobung eines Indikatorensystems» (zusammen mit Dr. Urs Grob)
2005 – 2006Juniorprofessur für «Empirische Bildungsforschung im Schulbereich» an der Johann-Goethe-Universität Frankfurt / Main und am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung
2006 – 2008W3-Professur für «Schulpädagogik mit den Schwerpunkten Schulentwicklung und empirische Schul- und Unterrichtsforschung» an der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Breisgau
seit 2009Ordentliche Professorin für Pädagogik mit dem Schwerpunkt «Theorie und Empirie schulischer Bildungsprozesse» an der UZH

Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Als ich noch als Primarlehrerin gearbeitet habe, habe ich gemerkt, dass ich zunehmend die Nächte brauchte, um all die spannenden Fachbücher zu lesen und einer Fragestellung auf den Grund zu gehen. Dies konnte auf Dauer nicht gut gehen. Ich musste also eine Arbeit finden, in der das Bücherlesen und das Forschen zum Beruf gehören. Das war der Startschuss für eine stärkere Wissenschaftsorientierung in meinem Leben. Dass es dann eine Professur sein wird, war für mich allerdings lange Zeit unklar.

Welche Person/welche Institution hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt?

Für meinen wissenschaftlichen Werdegang waren neben meinem Doktorvater und meiner Mentorin im Rahmen des Mentoringprogrammes Schweiz auch meine Kolleginnen und Kollegen aus meiner Studienzeit wichtig. Sie alle haben durch – manchmal auch nur kleine – Hinweise, Fragen oder Bemerkungen das Denken angeregt, neue Perspektiven aufgezeigt sowie Wege eröffnet und Kontakte erleichtert. Nach der Promotion war zudem besonders bedeutsam, die Möglichkeit zu erhalten, eine eigene Forschungsabteilung zu leiten und als Juniorprofessorin nach Frankfurt/ Main gehen zu können.

Welche Tipps geben Sie einer Jungforscherin auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?

Es ist wichtig, offene Türen zu sehen und auch hindurchzugehen, wenn sie in etwa in die richtige Richtung gehen. Und: nicht warten, bis jemand kommt und einem etwas anbietet, sondern selber aktiv Dinge in die Hand nehmen.