Prof. Dr. Sabine Schneider


«Bücher sind mein Lebenselixier!»

Professorin | Neuere deutsche Literaturwissenschaft | Germanistin

Laufbahn

1986 – 1992 Studium der Germanistik, Geschichte, Lateinischen Philologie an der Universität Würzburg
1997Dissertation an der Universität Würzburg: «Die schwierige Sprache des Schönen. Moritz’ und Schillers Semiotik der Sinnlichkeit»
1998 – 2004Wissenschaftliche Assistentin am Institut für deutsche Philologie der Universität Würzburg im Fachgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft
2004Habilitation zum Thema: «Verheissung der Bilder. Das andere Medium in der Literatur um 1900»
2004 – 2005Wissenschaftliche Oberassistentin/Akademische Oberrätin auf Zeit in Würzburg
seit 2005Ausserordentliche Professorin an der UZH

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?

Die Literatur ist deswegen ein so faszinierender Gegenstand, weil sie das kulturelle Wissen ihrer Zeit nicht nur spiegelt oder vermittelt, sondern weil sie auch als Beobachtungsinstanz fungiert und zentrale Probleme der Zeit kritisch reflektiert. Diese besondere Stellung innerhalb der Kultur und ihre historische Dimension macht die Literatur für mich zu einem einzigartigen Medium der Erkenntnis.

Welche Person/welche Institution hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt?

Der Lehrstuhl, an dem ich in Würzburg promoviert habe, bot eine anregende Atmosphäre für wissenschaftliches Arbeiten. Ich wurde schon sehr früh in die Forschungen des Lehrstuhls eingebunden. Dadurch erwarb ich mir Kompetenzen, die es mir möglich gemacht haben, früh auf Konferenzen eingeladen zu werden. Auch habe ich dort bestimmte Grundsätze gelernt, die meinen Umgang mit Literatur geprägt haben, z.B. die Überzeugung, dass es keine einfachen Deutungen gibt, dass Literatur auch aporetische Konstellationen vorführt und jede Festlegung hintertreibt.

Welche Massnahmen ergreifen Sie als Professorin, um den wissenschaftlichen Nachwuchs an Ihrem Institut zu fördern?

Ich binde sie in Forschungskontexte ein, animiere sie, sich auf Konferenzen zu präsentieren oder mache selbst Tagungen und Publikationen, an denen sie mit eigenen Beiträgen vertreten sind. Wichtig ist mir, dass sie frühzeitig ein eigenes Profil als WissenschaftlerInnnen entwickeln können. Dafür brauchen sie auch Freiräume, die ich ihnen einräume. In unserem Fach sind Individualistinnen und Individualisten gefragt, die kreative Ideen haben und auch eigenwillige Zugänge entwickeln.