Prof. Dr. Mireille Schnyder


«Die Gelegenheit, in grösstmöglicher Freiheit nachzudenken.»

Professorin | Ältere deutsche Literaturwissenschaft bis 1700 | Germanistin

Laufbahn

1982 – 1987 Studium in den Fächern Germanistik, Persische Sprache und Literatur sowie Kunstgeschichte an der UZH
1991Dissertation an der UZH zum Thema: «Die Wunderfügnisse der Welt. Zur Bedeutung von Metapher und Vergleich in der deutschen und persischen Dichtung des 17. Jahrhunderts»
1989 – 1992 Assistentin am Orientalischen Seminar der UZH
1992 – 1995Wissenschaftliche Assistentin am Deutschen Seminar der UZH
1995 – 1998Habilitationsstipendium an der UZH
1996 – 1998Forschungsaufenthalt in München
2000Habilitation an der UZH zum Thema: «Topographie des Schweigens im deutschen höfischen Roman um 1200»
2000 – 2001Vertretung der Professur für Deutsche Literatur mit Schwerpunkt Mittelalter an der Universität Konstanz
2001 – 2008Professorin für Deutsche Literatur mit schwerpunkt Mittelalter an der Universität Konstanz
seit 2008Ordentliche Professorin für Ältere deutsche Literaturwissenschaft von den Anfängen bis 1700 an der UZH

Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Nach der iranistisch-germanistisch ausgerichteten Dissertation war es die damalige politische Situation im Iran, die mir einen längeren Aufenthalt in diesem Land verunmöglichte. Deshalb nahm ich das Angebot einer Assistenz im Bereich der Älteren deutschen Literaturwissenschaft an, obwohl ich damals nicht an eine wissenschaftliche Karriere dachte. Dass ich dann doch eine Habilitation schrieb, geschah einerseits auf Anregung des Professors, anderseits war es die wachsende Faszination an der Materie.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?

Studierende über die Analyse und Lektüre von Texten zum Nachdenken anzuregen, sie für die sprachliche Verfasstheit von Wahrnehmung und Erkenntnis zu sensibilisieren und für die Vielfalt der literarischen Ausdrucksweisen zu begeistern.

Welche Tipps geben Sie einer Jungforscherin auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?

Das wichtigste ist, sich die Lust an der Sache, die immer neue Faszination zu bewahren. Taktische Überlegungen dürfen nicht über längere Zeit die Arbeitsinhalte bestimmen. Die Anbindung an einen Lehrstuhl darf nie zur Nabelschnur werden. Man muss das Gespräch mit anderen Forschern suchen, sich breit interessieren und so eine Eigenständigkeit und ein eigenes Profil finden.