Prof. Dr. Elisabeth Stark


«Das Besondere ist ohne Zweifel die Freiheit.»

Professorin | Romanische Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt Französisch | Romanistin

Laufbahn

1988 – 1994Studium der Fächer Deutsch und Französisch für das Höhere Lehramt an der Ludwig- Maximilians-Universität in München
1996Dissertation in München: «Voranstellungsstrukturen und topic-Markierung im Französischen (mit einem Ausblick auf das Italienische)»
1996 – 2003Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft in München
2003Habilitation in München: «Indefinitheit und Textkohärenz in alttoskanischen Texten»
2003– 2004Vertretung des Lehrstuhls für Französische und Italienische Sprachwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin
2004– 2008Professorin für Romanische Sprachwissenschaft (Schwerpunkt Italianistik) an der Freien Universität zu Berlin
seit 2008Ordentliche Professorin für Romanische Sprachwissenschaft (unter besonderer Berücksichtigung der Französischen Sprachwissenschaft) an der UZH

Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Der allererste Kurs in Germanistik war der Auslöser für meine Entscheidung, doch nicht Gymnasiallehrerin zu werden, sondern Sprachwissenschaftlerin. Wir erlebten einen äusserst inspirierten Dozenten, der uns in die Geheimnisse der syntaktischen Strukturierung deutscher Sätze einführte und auch in die schwierigen pragmatischen Erklärungen des scheinbar so automatischen alltäglichen Verstehens der Menschen  – da war mir klar, dass auf diesem Niveau Sprache nur an der Universität betrachtet wird.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?

Ohne Zweifel die Freiheit – was Zeiteinteilung, Themenwahl, Arbeitsstrukturierung usw. angeht. Aber auch die Zweckfreiheit – ich betreibe Grundlagenforschung und das mit grösster Lust und Ruhe – übrigens in Zürich weit mehr als im exzellenzzerrütteten Deutschland. Diese Freiheit ist das Besondere am Professorinnendasein und macht dies von aussen oft schwer verständlich. Meine Arbeit wirkt nicht wie ‹richtige› Arbeit, denn sie hat keine festen Zeiten und, im Zeitalter des Internets, auch immer weniger feste Orte, und dennoch durchdringt sie mein ganzes Leben.

Welche Person/welche Institution hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt?

Zuallererst mein Doktorvater, Wolf-Dieter Stempel, und dann mein späterer Chef, Wulf Oesterreicher. Eine derart respektvolle und wissenschaftlich anregende Atmosphäre wie in München habe ich danach nur selten erlebt, auch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg war dort einfach selbstverständlich und stets fruchtbar.