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Erstellung von Prüfungen in OLAT mit R und LaTeX

Am letzten Donnerstag 14. Februar 2013 hielt Prof. Dr. Achim Zeileis von der Universität Innsbruck im Rahmen der Tagung „Psychoco 2013“ am Psychologischen Institut der Universität Zürich ein Referat über die automatische Erstellung von Prüfungsinhalten mit der Open Source-Software „R“ und dem Textverarbeitungssystem LaTeX: „Flexible generation of E-Learning Exams in R: Moodle Quizzes, OLAT Assessments and Beyond“ (Link zur Info-Page über das entsprechende Working Paper inkl. Präsentation).

Die Kombination dieser beiden Systeme ermöglicht es, einen Pool von Übungen/Lösungen zu erstellen, die unterschiedlich kompiniert und mit LaTex gelayoutet zu Prüfungen zusammengestellt werden können. Diese Prüfungen können via QTI-Standard 1.2 in OLAT importiert werden.

Prof. Achim Zeileis präsentierte sich als versierter Experte in diesem Gebiet, der voll ausgearbeitete Lösungen anbieten kann, um auch Prüfungen in grosser Anzahl auf Knopfdruck hin zu erstellen (Prof. Zeileis musste in Innsbruck Prüfungen für über 1’600 Studierende gleichzeitig bereitstellen!), sind einmal die einzelnen Übungen erstellt. Mittels eines speziellen Algorithmus kann jede Übung mit unterschiedlichen Eckdaten ausgegeben werden, sodass sie für jede Prüfung zwar von der Aufgabenstellung her identisch, jedoch mit anderen Werten in einer Prüfung vorgelegt werden kann.

Es handelt sich insgesamt um ein attraktives Angebot, wie aus einem einmal erstellen Pool von Aufgaben beliebig viele neue Prüfungen erstellt werden können. Allerdings ist das Angebot sehr stark auf zahlenbasierte Prüfungen hin ausgerichtet, und es bliebe zu prüfen, inwieweit das Framework mit R und LaTeX auch auf typisch geistes- und sozialwissenschaftliche Bedürfnisse ausgerichtet werden könnte. Zusätzlich benötigt vor allem die Arbeit mit R einiges an informationstechnischem Know-How, sodass die Prüfungserstellung vorderhand nur von Experten durchgeführt werden könnte – laut Prof. Zeileis fehlt ein WYSIWYG-Editor, mit dem auf benötigte Programmier-Kenntnisse verzichtet werden könnte.

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