Spotify: Finanzierung, Rezeption, Social Media und Kritik

Spotify: Nutzung, Angebot, Social Media, Rezeption und Kritik (Graphik).

Spotify: Finanzierung, Rezeption, Social Media und Kritik (Graphik).

1. Finanzierung

von Sarah Fux

Spotify krempelt die Musikindustrie gehörig um. Das Finanzierungsmodell aus früheren Tagen, das auf verkaufte Tonträger beruhte, gehört der Vergangenheit an.

Mit den Einnahmen verkaufter Tonträger wurden die Künstler und alle weiteren Beteiligten entschädigt. Da Spotify keine Tonträger verkauft, muss die Plattform Einnahmen durch Werbung generieren. Spotify basiert auf dem Freemium-Modell: Das Basisprodukt ist für den Benutzer kostenlos, alle weiteren Funktionen eröffnen sich dem Kunden erst durch das Premium-Abo.Alle angebotenen Lieder sind von Musiklabels lizensiert. Die Lizenzgebühren finanziert Spotify durch die Einnahmen der Premium-Konten oder durch das Einblenden von Werbung bei der Gratisversion. Somit kann der Hörer auf eine gewaltige Auswahl an Musik zugreifen, muss dafür aber einen viel kleineren Preis begleichen, als manch einer für Tonträger ausgegeben hat. Dies bedeutet allerdings auch, dass die Musikindustrie dadurch weniger Einnahmen erzielt und dass dies auf die ganze Produktion zurückfällt (Künstler, Vertrieb etc.). Die Einnahmen können sich durch wiederholtes Abspielen auf Spotify vergrössern, um damit aber den Wert eines Albums auf CD zu erhalten, müsste ein Album 145mal abgespielt werden. Künstler stehen dieser neuen Entwicklung skeptisch gegenüber. Einige boykottieren die Plattform (z.B. Thom Yorkes Nebenprojekt Atoms for Peace oder die Black Keys). Letztlich ist es aber das Plattenlabel, das entscheidet, ob das Album auf Spotify erscheint oder nicht.1

2. Rezeption von Musik bei Spotify

von Joana Obieta

Spotify setzt bei der Rezeption auf die individuelle Nutzung der (unter gewissen Umständen) permanent verfügbaren Musikbibliothek, die mittlerweile über weit 8 Millionen Tracks verfügt. Es zeigt sich damit, dass der Wandel der Technologien, der sich in der Musik nur sehr langsam vollzogen hat, nun auch in der Musikindustrie legale Alternativen zur physischen Distribution von Musik hervorbringt. Diese Veränderungen beeinflussen auch das Rezeptionsverhalten massgeblich.

Der erste grosse Schritt in diesem Prozess bestand aus der Transformation von der Musik in physischer Form (wie beispielsweise CDs) hin zum Besitz von nicht-physischer Musik. Spotify geht in dieser Evolution jedoch noch einen Schritt weiter, denn man besitzt die Musik nicht mehr, weder physisch noch digital, lediglich der Zugang zur Musik wird gewährleistet. Der Nutzer kann dabei über die Musik aller Major-Labels sowie auch einiger kleinerer Labels verfügen, wobei das Repertoire stets erweitert wird.

Der Zugang wird über einen Access erworben, zu dem nach einigen Diskussionen lediglich eine gültige E-Mail-Adresse benötigt wird. Dabei kann zwischen einem kostenlosen und einem Premium-Account gewählt werden. Spotify kann dann auf jedem Computer verwendet werden, der die Software installiert hat und über einen Internetanschluss verfügt. Ausserdem kann der Musikstreaming-Dienst mittels eines Apps auch auf Smartphones oder Tablets genutzt werden, sofern diese (je nach Version) über einen Internetanschluss verfügen.

Der Spotify-User hat in der individuellen Nutzung zum einen die Möglichkeit, Playlisten zu erstellen, auf der bis zu 10‘000 Tracks gespeichert werden können. Diese können wiederum als Link an andere User verschickt oder auf anderen Seiten des Social Web (z. B. Facebook) gepostet und auf diese Weise geteilt werden, was auf der Illustration ersichtlich ist. Weiter gibt es die Möglichkeit, «kollaborative Playlisten» zu erstellen, die von mehreren Usern gemeinsam bearbeitet werden können. Der Streaming-Dienst gibt ausserdem Empfehlungen der meist gespielten Tracks ab oder auch Vorschläge, welche ähnlichen KünstlerInnen den Musikgeschmack des individuellen Users treffen könnte. Er bietet ebenfalls ein Radio an, das je nach Stimmung, Tätigkeit oder Genre gewählt werden kann.

Diese Möglichkeiten des Musikhörens treiben eine vielschichtige Entwicklung voran: Durch die Schallplatte konnte die Musik anfangs des 20. Jahrhunderts erstmals physisch zum Sammelobjekt werden. Daraus wiederum entstand eine identitätsbildende Aktivität für Inhaber einer Musiksammlung, da in ihr die Manifestation eines Musikgeschmacks zum Ausdruck kommt. Eine physische Repräsentation des Tonträgers wird jedoch mit Innovationen wie Spotify zunehmend hinfällig, da die Musik über die Software abgespielt werden muss, die grundsätzlich nach einer Internetverbindung verlangt und die Tracks nicht konvertierbar sind. Dies führt dazu, dass die Musik nicht mehr in gleichem Masse als Besitz empfunden werden kann, dafür jedoch der Zugang stark vereinfacht wird. Die Form des Sammelns beschränkt sich somit auf das Erstellen und Teilen von Playlists, was noch immer eine identitätsbildende Perspektive aufweist. Diese Entwicklung trägt auch stark zur Mobilität des Musikhörens bei, da nur ein Access erforderlich ist und nicht tonnenschwere Säcke voller CDs transportiert werden müssen. Musik ist allerorts verfügbar.

Ein weiterer kritischer Punkt bezüglich der Rezeption ist die Dominanz der grossen Label, was deren Marktposition noch weiter stärken dürfte. Nischenprodukte und kleinere Labels, die gegebenenfalls etwas weniger kommerzielle Musik produzieren(siehe Punkt 4 «Kritik: Spotify – Gift für kulturelle Vielfalt?»).

Literatur:
Frischling, Barbara: Vom Einfluss der «Digitalen Evolution» auf die Rezeption von Musik. Graz, 2010.
Kreitz, Gunnar und Fredrik Niemelä: Spotify – Large Scale, Low Latency, P2P: Music-on-Demand Streaming. Stockholm, 2010.
Wikipedia. Spotify: http://de.wikipedia.org/wiki/Spotify (abgerufen am 22. Mai 2014).

 

3. Spotify und Social Media

von Pauline Lüthi

Der Musikstreaming-Dienst Spotify ermöglicht den Nutzern ihre momentanen Musikvorlieben direkt über Social Media-Plattformen wie beispielsweise Facebook, Twitter und Instagram zu teilen: Das Musikerlebnis wird in Social Media integriert. Einerseits besteht so die Möglichkeit, dass Benutzer ihr virtuelles Selbst musikalisch präsentieren und verbreiten können, andererseits Playlisten mit anderen Spotify-Nutzern teilen, einen Einblick in deren Musikgeschmack erhalten und somit stets neue Songs entdecken können. Wie auf der Spotify-Homepage beschrieben ist, dient der Dienst als Inspiration: «[…] bringt dir auch Freunde, Künstler oder Trendsetter näher, die dich zu großartiger Musik inspirieren»2 . Die soziale Interaktion wird dementsprechend gefördert. Da der Musikstreaming-Dienst international verfügbar und auch erfolgreich ist, hat man als Nutzer zunehmend auch die Gelegenheit, Nischenprodukte zu entdecken. Natürlich ist die Verbindung und Integration von Spotify und Social Media auch eine Marketingstrategie: Gerade deswegen scheint sich Spotify wohl auch so konstant und so effektiv in der virtuellen Welt zu halten und kann sich immer noch an einer wachsenden Beliebtheit erfreuen.

4. Kritik: Spotify – Gift für kulturelle Vielfalt?

von Kevin Brühlmann

Dank neuen Streamingdiensten wie Spotify lassen sich die weltweiten Bestände der Musik „anzapfen“. Jederzeit, überall, ganz nach unseren individuellen Bedürfnissen gerichtet. Ein Trugschluss, wie der deutsche Konzertagent und Autor Berthold Seliger findet: Die Algorithmen der Plattformen gehorchten nämlich profitgesteuerten Interessen, die an kultureller Vielfalt «keinen Gefallen» fänden.

In seinem 2013 erschienenen Buch «Das Geschäft mit der Musik – ein Insiderbericht» prangert Berthold Seliger den nur vordergründig «vorgegaukelten» Pluralismus von Plattformen wie Youtube und Spotify an. Dass die etwa 25 Millionen Stücke auf Spotify zumindest theoretisch jederzeit, fast überall und für alle verfügbar sind, verschleiert gemäss Seliger nur die Vorgänge im Hintergrund solcher Streamingdienste. Fragen etwa nach machtpolitischen Interessen, nach der Entstehungsgeschichte, nach der Kontrolle von Spotify und co. bleiben im Dunkeln – weshalb der Konzertagent hier etwas genauer hinschauen will.

Die drei grössten Musikkonzerne der Welt – Universal Music, Sony, Warner Music –, die zusammen knapp 80 Prozent des globalen Tonträgermarkts unter sich aufteilen, sind nebst Vevo auch bei Spotify beteiligt. Damals, so Seliger, hätten die drei Majors ihre achtzehn Prozent Beteiligung an Spotify gewissermassen erpresst – das behauptet zumindest der ehemalige Universal-Manager Tim Renner: «Wenn Spotify die Beteiligung nicht herausgerückt hätte, hätten die Rechteinhaber, also die multinationalen Plattenkonzerne, die Rechte an den Musikstücken nicht zur Verfügung gestellt und damit das Streaminggeschäftsmodell verunmöglicht.»

Nun, weshalb beteiligten sich die drei grossen Musikkonzerne überhaupt bei Spotify? Ganz einfach, meint Seliger, diese Unternehmen wollen die Vertriebswege zurückerobern, «die sie durch die von ihnen verschlafene Digitalisierung in den letzten zehn Jahren verloren haben». Denn das Hauptinteresse der Major-Labels sei seit jeher die Kontrolle über die Vertriebskanäle gewesen.
Als Benutzer von Spotify tönt es dann in etwa so: «Du hast Rihanna gehört. Wir haben einen Song für dich, der dich interessieren könnte.» Das Programm bietet uns dann ein komparables Stück an. Nichts neues, gleichartigen Mainstream halt. Unbekanntere Künstler, weniger geschliffene, weniger radiotaugliche Musik und dergleichen von kleineren Labels haben das Nachsehen – die Verteilung des Angebots wird nicht konsequent bis zu Letzt vollzogen. Es entsteht ein Ungleichgewicht, das durch die Plattform mehr und mehr verstärkt wird. Oder in den Worten Berthold Seligers: «Spotify will nicht, dass wir ein neues Musikstück entdecken, sondern Spotify und die Musikkonzerne wollen, dass wir ihre 2500 Mainstreamtitel, mit denen sie ihren Profit erwirtschaften, immer wieder hören, dass wir dank der Algorithmen innerhalb der Kontrollgesellschaf bleiben, die die Bewusstseinsindustrie für uns konzipiert hat.» Ein «unendliches Programm», die theoretische Möglichkeit, 25 Millionen Songs nach Belieben zu hören – eine Idee, die Seliger im Grundsatz eigentlich prächtig findet –, wird so «durch ihr Gegenteil pervertiert».

Was also in der Theorie phänomenal klingt, ist laut Berthold Seliger kaum mehr als eine gut verkleidete Fassade, eine «Käseglocke», in der alles zu Ungunsten der kulturellen Vielfalt reguliert wird. Denn in der Praxis seien Streamingdienste kommerzielle Maschinen, die unser Musikhören kontrollieren, analysieren und letztlich auch steuern. Spotify und co. sind «ein weiteres Tool des Kapitalismus zur technologischen Entmündigung, das uns zu kommerziellen Objekten macht; ein Instrument, das die Ökonomisierung unseres Geistes, unseres Fühlens, unseres Musikgeschmacks perfektioniert.»

Seligers Kritik an Plattformen wie Spotify mag bisweilen etwas polemisch klingen, trotzdem muss man ihm durchaus Recht geben, dass im Umgang mit solchen Streamingdiensten Vorsicht geboten ist. Nicht selten überragen Profit- und schliesslich auch machtspezifische Interessen eben doch das kulturelle Artefakt selbst, das eigentlich im Zentrum stehen sollte.

Literatur:
Seliger, Berthold: Das Geschäft mit der Musik – ein Insiderbericht, Berlin 2013.
Seliger, Berthold: Permanent unter der Käseglocke, WOZ Nr. 2/2014 vom 9.1.2014.

Wie verändert Spotify das Musikhören, Suchen, Finden und Sammeln

Spotify ist eine der jüngsten Entwicklungen im Bereich des Musikangebots. Wir machen hier einen Vergleich mit der Situation vor der Internet-Ära, um die Entwicklung möglichst umfänglich darzustellen. Die Auswirkungen von Spotify auf das Musikhören, Suchen und Finden, sowie das Sammeln sind im Diagramm zirkulär dargestellt. Dabei wurde vom Musikangebot ausgegangen und anschliessend über die relevanten Zwischenschritte die Rückkopplungseffekte auf dasselbe dargestellt. Abgebildet ist jeweils die Situation vor der Internet-Ära im oberen Teil der Felder, im unteren die „neue“ Situation mit Spotify.

Spotify Diagramm

1.   Angebot

Das Angebot war vor der Internet-Ära durch diverse Instanzen vorselektiert, beziehungsweise moderiert. Zum einen entschieden A&Rs und Labels was überhaupt produziert und veröffentlicht wurde, zum anderen waren auch die Vertriebswege und Shops längst nicht für alle Produktionen offen – was keinen Verkaufserfolg versprach war nur in spezialisierten Läden erhältlich.
Durch die webbasierte Streaming-Technologie, welche Spotify verwendet, fällt der Zwang physischer Vertriebswege und Verkaufsfläche weg. Zudem wächst das Angebot dank kostengünstiger digitaler Produktionsmethoden im Allgemeinen.

In klassischen Plattenläden war das Angebot gezwungenermassen nach Stilrichtungen und/oder Alphabet sortiert. Da Spotify die Archivierung der Werke mittels einer Datenbank realisiert sind diese auf verschiedene Weisen abrufbar.

2.   Finden

Einst war es die Fachpresse, in welcher der Musikkonsument primär über Neuerscheinungen informiert wurde. Auch das soziale Umfeld, vor allem informierte Freunde, waren eine relevante Informationsquelle. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielte zudem der Verkäufer im Lieblingsplattenladen, welcher oft mit interessanten Entdeckungen aufwarten konnte. Zufallsfunde beim durchstöbern des Angebots im Laden führten ebenfalls oft Spannendes zu Tage.
Die Suchfunktion bei Spotify hingegen findet zwar wegen des grossen Angebots meistens das Gesuchte, bietet aber jene Möglichkeiten auf Neues zu stossen nicht. Dieses Manko jedoch versucht Spotify auf verschiedene Weisen auszugleichen: Nebst Vorschlägen von Spotify, welche auf dem Ähnlichkeitsprinzip zu Gehörtem beruhen, besteht die Möglichkeit, komplette Playlists verschiedenen Ursprungs zu laden und diese auch zu bearbeiten und zu teilen. Dank der Verlinkung mit Facebook, wird der User zudem darüber informiert, was seine Freunde hören. Schliesslich besteht die Möglichkeit, mittels integrierter Apps (Pitchfork etc.) rezensierte Inhalte zu durchstöbern und somit den Plattenverkäufer in gewissem Masse zu substituieren.

3.   Besitz

Vinyl, CDs und MCs kann man physisch besitzen. Der Besitz muss auf individuelle Weise sortiert (oder nicht sortiert) aufbewahrt werden. Sowohl zum Tonträger selbst, als auch zur Archivierungsmethode, bestand ein persönlicher Bezug. Bei Spotify entfällt dies. Der „Besitz“ von Musik ist verwaltender Natur, er besteht darin, in der „Cloud“ gespeicherte Inhalte abrufbar zu machen. Eine klassische Plattensammlung konnte zudem eine Wertanlage sein. Nicht so bei Spotify: Selbst Premium-User mit Abo „besitzen“ keine Inhalte, sondern abonnieren lediglich den Zugriff darauf für die jeweilige Dauer der Abonnements.

4.   Konsumort

Physische Tonträger wie Vinyl oder CD wurden hauptsächlich auf einer Stereoanlage zuhause abgespielt. Mit der MC wurde (dank dem Sony-Walkman, später Discman) der Musikkonsum unterwegs möglich. Auch das Auto stellte oft einen bevorzugten Konsumort für MCs und CDs dar. Spotify hingegen wird bevorzugt auf PCs, Laptops und Mobilgeräten konsumiert. Oft werden hierzu Kopfhörer verwendet.

5.   Qualität

Besonders bei Vinyl waren die Qualitätsansprüche an die Aufnahmen hoch. Natürlich waren diese jeweils stark Stilrichtungsabhängig. Auch die CD bot – wenn auch in Kennerkreisen vor allem zu Beginn nicht gemocht – immer noch einen hohen Qualitätsstandard. Bei der MC hingegen überwogen  die Möglichkeiten der Flexibilität (Aufnahme, Portabilität). Das MP3 Format, welches der Streaming Technologie zu Grunde liegt, komprimiert die Daten der Aufnahmen stark, was zu erheblichen Qualitätsverlusten führt. Die Flexibilität der Verfügbarkeit und auch des mobilen Konsums scheint den Usern wichtiger zu sein als die bestmögliche Qualität zu erhalten. Zudem würden es die oft verwendeten (meist billigen) Kopfhörer nicht ermöglichen, Qualitätsunterschiede ab einem gewissen Niveau überhaupt noch zu erkennen. Premium-Kunden stehen zwar auch hochauflösende MP3s zur Verfügung, letztendlich sind aber auch diese im Datenvolumen stark komprimiert.

6.   Vergütung

Da beim Kauf physischer Tonträger stets mehrere Songs gekauft wurden, war deren Erwerb vergleichsweise teuer. Diese Einnahmen ermöglichten es der Musikindustrie sämtliche an der Produktion, dem Vertrieb und dem Verkauf Beteiligten zu entschädigen. Spotify lebt hauptsächlich von Werbeeinnahmen, zudem von den Abo-Verkäufen. Die vergleichsweise niedrigen Einnahmen verteilen sich auf ein viel grösseres Angebot. Somit bleibt für die an der Produktion Beteiligten (Künstler, Labels, Produzenten etc.) weniger. Damit ein Künstler denselben Betrag via Spotify verdient, den er mit einem Tonträgerverkauf bekommen hätte, müssten seine Werke zigfach abgespielt  werden.
Wie sich das konkret auf das insgesamt verfügbare Angebot auswirkt bleibt abzuwarten. Noch wächst das Angebot auf Spotify. Alternative und innovative Finanzierungsmethoden stellen eine Zukunftsperspektive dar. Die Wahrscheinlichkeit ist aber gross, dass aufwändige, von Labels finanzierte Produktionen, wie sie einstmals für Bands wie Roxette oder die Rolling Stones getätigt wurden, künftig rar werden.
(MR) (Lh) (dm) (nana)