Eminem: The Marshall Mathers LP 2

Cover des Albums

Cover des Albums „The Marshall Mathers LP 2″

Lange geplant und immer wieder verschoben wurde der Erscheinungstermin des neuen, mit Spannung erwarteten Albums des Rappers aus Detroit, an dem nicht weniger als 18 Produzenten beteiligt waren.1 Das Album trägt den selben Titel wie Eminems im Jahre 2000 erschienenes Album, soll jedoch gar kein Sequel desselben sein. Eminem hat diesen Titel nicht gewählt, um dieses Album zu einem Sequel zu machen, sondern aus Nostalgie. So erklärte er dem Rolling Stone: „To me, it’s more about the vibe, and it’s more about the nostalgia.“2

Der erste Track des Albums – „Bad Guy“ – stellt die Verbindung zu seinem früheren Hit „Stan“ her, die Atmosphäre ist aggressiv und geisterhaft, man spürt die Wut des Jungen, den Eminem in diesem Lied verkörpert. Der Chorus wird, wie auch auffällig in einigen der anderen Tracks wie „Survival“, „A**hole“ und „The Monster“, von einer Sängerin gesungen. Doch wer von Eminem nur frühere parodische, rebellische, aggressive kennt, findet auf diesem Album durchaus auch sanftere Töne. In „Stronger than I was“ wird der Rapper sentimentaler, besingt die Trauer die das Ende einer Beziehung bringen kann. Der Track geht unter die Haut, mit den fast schon gepressten Passagen, die Eminem gekonnt halb singt, halb rappt. Ebenfalls aus seinen früheren Mustern ausbrechend ist der Track „Headlights“, in welchem Eminem mit relativ ruhiger Stimme und der Begleitung von Nate Ruess (der Sänger von fun.) eine Versöhnungserklärung an seine Mutter, mit der er seit Jahren verstritten ist, richtet. Die Stimme von Nate Ruess gibt dem Track eine melancholische Note, die, zusammen mit Eminems Rap, eine Entschuldigung mit Nachdruck bildet.

Auf dem Album gibt es einige Tracks, in denen Eminem alte Songs samplet, wie z.B. in „Berzerk“, dem mit Rick Rubins produzierten Song, in welchem er Tracks von den Beastie Boys, Billy Squier und Naughty by Nature einflechtet. Insgesamt 8 Songs des Albums enthalten Samples aus anderen Tracks und in praktisch jedem arbeitet er mit anderen Sängern zusammen (u.a. mit Rihanna in „The Monster“).3

Auch wenn Eminem in seinem Album andere Töne anschlägt und uns Stoff zum Nachdenken gibt, zeigt er, dass der Junge aus Detroit reifer geworden ist, jedoch gibt es immer noch Spuren seines Alter-Egos Slim Shady und das ist auch gut so. Ein Kritikpunkt wäre jedoch, dass die Tracks (meist länger wie vier Minuten) zum Teil zu stark in die Länge gezogen werden. Alles in allem ist Eminem immer noch ein grossartiger Songwriter, kann einen mit seinen schnellen Raps (wie z.B. in „Rap God“) aus den Socken hauen und auch wenn einige behaupten mögen, er sei noch nicht in der heutigen Zeit angekommen, so ist dies vielleicht genau das, was er bezweckt und in seinem Song „Berzerk“ auch besingt: „Let’s take it back to straigt hip-hop and start it from scratch.“

(nana)

Lyrics von: http://rapgenius.com/albums/Eminem/The-marshall-mathers-lp-2 (Abgerufen Januar 2014)

http://juice.de/review-eminem-the-marshall-mathers-lp2/ (Abgerufen am 12. Januar 2014)

http://noisey.vice.com/de/read/die-marshall-mathers-lp-2-ist-das-album-auf-das-alle-eminem-stans-gewartet-haben (Abgerufen am 12. Januar 2014)

http://www.popmatters.com/review/176302-eminem-the-marshall-mathers-lp-2-take-two/ (Abgerufen am: 12. Januar 2014)

http://meinrap.de/2013/11/08/eminem-the-marshall-mathers-lp-2-review/ (Abgerufen am 12. Januar 2014)

http://pitchfork.com/reviews/albums/18733-eminem-the-marshall-mathers-lp-2/ (Abgerufen am 12. Januar 2014)

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Marshall_Mathers_LP_2 (Abgerufen: Januar 2014)

MellowHigh – MellowHigh

MellowHigh - MellowHighAlbum CoverWas geschieht wenn sich Domo Genesis zu den „MellowHype“ Mitglieder Hodgy Beats und Left Brain gesellt? Es entsteht ein Hiphop-Trio namens „MellowHigh[1] und dessen gleichnamiges Album. Am 31. Oktober 2013 veröffentlichten die drei Mitglieder des OddFuture-Kollektivs[2] aus Kalifornien ihr erstes gemeinsames Projekt.

Domo berichtet in der Mitte des ersten Songs, wie unglaublich dies alles ist: „This shit is amazing, i can’t believe it. It’s like unbelievably amazing.“[3] Er gibt schliesslich an und in diesen Zeilen ist auch zu erkennen, dass das Album ohne grosse Erwartungen aufgenommen wurde.[4] Das Ergebnis ist trotz oder vielleicht gerade wegen den geringen Erwartungen gut geworden. Das nicht vorhandene Konzept von MellowHigh hätte vor wenigen Jahren noch nicht gefruchtet. Erst das durch die Jahre gestiegene Selbstbewusstsein der Interpreten und deren Erfahrungen ermöglichen es ihnen, Spontanität in ihren Werken benutzen zu können – und nicht zu „müssen“.[5] Die Zuversicht ist vor allem in der Wahl der Beats von Left Brain zu erkennen.[6] So fächert „Goon’n“ das sphärische Klangspektrum des Albums langsam auf und in „Nobody“ ertönen recht unheimliche und fast hypnotisierende Klänge. „Roofless“ ist – anders als „Air“ – weniger von der klanglichen als von der rhythmische Ebene mit Schlagwerk geprägt.

Schliesslich haben „OddFuture“ auch mit der neuen Konstellation „MellowHigh“ ihr Ziel, interessante Musik zu schaffen, erreicht. Die Interpreten treiben sich in dieser neuen Zusammenstellung gegenseitig an und bringen durch ihre Erfahrungen erschreckend vertraute, aber gute Musik hervor.[7]

(YS)


[1] Wikipedia: MellowHigh http://en.wikipedia.org/wiki/MellowHigh_(album) (Abgerufen 9. Januar 2014)

[2] Wikipedia: OddFuture http://en.wikipedia.org/wiki/Odd_Future (Abgerufen 8. Januar 2014)

[3] Kearse, Stephen: Albumreview. Mellowhigh – Mellowhigh. Respect. 12.11.2013 http://respect-mag.com/album-review-mellowhigh-mellowhigh/ (Abgerufen 8. Januar 2014)

[4] Kearse, Stephen: Albumreview. Mellowhigh – Mellowhigh. Respect. 12.11.2013 http://respect-mag.com/album-review-mellowhigh-mellowhigh/ (Abgerufen 8. Januar 2014)

[5] Kearse, Stephen: Albumreview. Mellowhigh – Mellowhigh. Respect. 12.11.2013 http://respect-mag.com/album-review-mellowhigh-mellowhigh/ (Abgerufen 8. Januar 2014)

[6] Kearse, Stephen: Albumreview. Mellowhigh – Mellowhigh. Respect. 12.11.2013 http://respect-mag.com/album-review-mellowhigh-mellowhigh/ (Abgerufen 8. Januar 2014)

J. Dilla – Donuts

J. Dilla, das einstige Slum-Village-Mitglied, schuf während seiner Karriere Hits, die immer noch in unseren Ohren herumgeistern: z.B. Janet Jacksons „Got Til It’s Gone“. 1 Dilla litt an der Immunkrankheit Lupus, hielt dies aber vor der Öffentlichkeit geheim. Bekannt für seinen unermüdlichen Ideenreichtum und seinen Arbeitswillen, produzierte der Musiker im Krankenhaus weiter.2 Drei Tage vor seinem Tod im Februar 2006 veröffentliche er das Album „Donuts“ . Die Platte fasst das ganze Können des Hip Hop-Musikers und Produzenten zusammen: Bassläufe, Boom Bap und die Samples die er ideenreich einsetzt .Das Album besteht aus Entwürfen, es hat eine Art Notizbuch-Charakter, die Songs wirken roh, unfertig.Dass J. Dilla ein Hang zu vergangener Musik hat, beweist er nicht zu Letzt mit dem vierten Track, da sampelt er ein afrikanisches Cover des „The Doors“-Klassiker „Light my Fire“ . Für Konventionen hatte er noch nie was übrig.3

Die Geister der vergangen Zukunft erscheinen aber in doppelter Hinsicht beim Song „Lightworks“: J. Dilla sampelt darin die Bendix Werbung „The tomorrow people“. Damit erinnert er auffallend an die UK-Hauntology-Bewegung mit dem Unterschied, dass Dilla sich an kommerzielle Quellen bedient.

Nach seinem Tod 2006 wurde J. Dilla selbst zum Geist der Vergangenheit. Flying Lotus benutzt seinen Song „Lightworks“ und veröffentlichte einen Remix. Dies bleibt aber nicht der einzige J.Dilla Tribute:  FlyLo remixt zusätzlich den Slum Village Song „Fall in Love“.4

Stones Throw: J Dilla – Lightworks (Donots) Official Video. 4.8.11. http://www.youtube.com/watch?v=xLf6hzkeXbg (Abgerufen am 26.11.13).

Damusiqlova: [Flying Lotus] LTWXRMX. 11.12.08. http://www.youtube.com/watch?v=3z0kssNGcJw (Abgerufen am 26.11.13).


  1. Engelen, Alexander, http://www.laut.de/J-Dilla/Alben/Donuts-11950 (Abgerufen am 26.11.13).
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/J_Dilla (Abgerufen am 26.11.13).
  3. Engelen, Alexander, http://www.laut.de/J-Dilla/Alben/Donuts-11950 (Abgerufen am 26.11.13).
  4. Reynolds, Simon: Retromania. Pop Culture’s Addiction To Its Own Past. London: Faber & Faber 2011. 352ff.

Kommentierte Playlist

Rock’n’Roll/Rhythm and Blues/Country/Rockabilly

Diana Ross and the Surpremes – You Can’t Hurry Love

In diesem 1966 erschienen Track geht es darum, dass eine Mutter ihrer Tochter den Rat gibt, dass man Liebe nicht erzwingen kann, sondern geduldig sein muss. Diese Lyrics entspringen höchstwahrscheinlich aus Gospel-Phrasen, welche im Soul und R’n’B einen grossen Einfluss fanden. Ausserdem setzt der Song auf treibende Rhythmen und einen eingängigen Gesang, der zum Tanzen einlädt, wie das vom Hörerpublikum der damaligen Zeit sehr geschätzt wurde.

(nana)

 

Elvis Presley – Heartbreak Hotel

Heartbreak Hotel war Elvis Presleys erste Single für seine neue Plattenfirma RCA. Der Song wurde vor allem dank seiner Auftritte in der Fernsehshow Stage Show bekannt und avancierte zur meistverkauften Single von 1956.

Heartbreak Hotel gehört zum Genre des Rock’n’Roll. Bei diesem Genre stand nicht bloss die Musik im Vordergrund, sondern die Performance war ebenfalls von grosser Wichtigkeit. Elvis Presley ist dementsprechend ein klassischer Vertreter des Rock’n’Roll, schliesslich er sah gut aus und hatte Sexappeal. Bei seinen Auftritten im Fernsehen verband er sein musikalisches Können gleichzeitig mit einem visuellen Spektakel. Im Lied finden des weiteren Instrumente Verwendung, die typisch sind für Rock’n’Roll wie beispielsweise Gitarre, Schlagzeug, Kontrabass und noch einige mehr.

Um zu verstehen, wie Elvis mit seinen Auftritten die Zuschauer derart in seinen Bann ziehen konnte, ist es auch empfehlenswert, sich dieses Video anzuschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=QK2jWI5f1RY

(dm)

 

Johnny Cash – Folsom Prison Blues

Johnny Cashs Folsom Prison Blues wurde 1955 aufgenommen und noch im selben Jahr bei Sun Records veröffentlicht. Der Song zeigt klassische Elemente des Country/Blues und kann dem Genre des Rockabilly (Rock’n’Roll) zugeordnet werden. Inhaltlich befasst er sich mit einem Mann, welcher einen Mord begangen hat und dafür lebenslänglich im Gefängnis sitzen wird. Cash schrieb den Song während seiner Zeit bei der Air Force in Deutschland (also noch vor 1954).

Auch die Tatsache, dass der Song unter der Produktion von Sam Philips veröffentlich wurde ist erwähnenswert, denn dieser war einer der berühmtesten Produzenten zur Rock’n’Roll Zeit und entdeckte/förderte viele erfolgreiche Musiker wie Elvis Presley, Jerry Lee Lewis und eben auch Johnny Cash.

(Lh)

 

Elvis Presley – Blue Suede Shoes (1956)

Im Original von Carl Perkins, handelt der Song von einer Geschichte die Johnny Cash während seiner Stationierung in Deutschland erlebte[1]. Elvis Presley nahm seine Version für sein erstes Album auf. Der Song wurde nicht als Single ausgekoppelt und gelangte unglaublicherweise ausschliesslich durch Radio Airplay in die Singlecharts[2]. Seine Version, die schneller ist als das Original, gefiel Carl Perkins ausserordentlich gut[3].
(MR)

Quellen

[1] Franz Dobler: The Beast in me. Johnny Cash. Kunstmann, München 2002, ISBN 3-88897-302-3, S.70
[2] Alan Clayson & Spencer Leigh: Aspects of Elvis, Trying to Get to You, Sidgwick & Jackson, 1994, S. 108
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Suede_Shoes

http://en.wikipedia.org/wiki/You_Can%27t_Hurry_Love (Abgerufen: 21.10.13, 16:34)
http://en.wikipedia.org/wiki/Soul_music (Abgerufen: 21.10.13, 16:35)
http://en.wikipedia.org/wiki/Heartbreak_Hotel (Abgerufen: 21.10.13, 00:42)
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_meistverkauften_Singles_in_den_USA_%281956%29 (Abgerufen: 21.10.13, 00:43)
http://www.alinki.com/kategorien/3791/ (Abgerufen: 21.10.13)
http://de.wikipedia.org/wiki/Folsom_Prison_Blues (Abgerufen: 20.10.13, 18:10)
http://www.musikzimmer.ch/db_songs.php?ID=166 (Abgerufen: 20.10.13, 18:12)
http://www.allmusic.com/song/folsom-prison-blues-mt0027320404 (Abgerufen: 20.10.13, 18:16)
Covach, John und Flory, Andrew: What’s That Sound?: An Introduction to Rock and Its History. Norton: W. W. & Company, 2012.

 

 

Rock

Boston – More Than A Feeling

1976 erschien dieser Track und überzeugt mit schöner elektrischer Gitarrenmusik, begleitet von einer Bass-Gitarre und einem Schlagzeug. Es besteht aus einer typischen, aber sehr eingängigen Vers-Refrain-Form, die man im Genre des Rocks oft findet. Rock-Musik wird oft mit weissen Musikern assoziiert, was sie vom vorgängigen, von der Black Music abstammenden, Genre des R’n’B unterscheidet.

(nana)

 

Deep Purple – Smoke On The Water

Selbst diejenigen, denen der Titel des Songs auf den ersten Blick nichts sagt, werden spätestens wenn sie das charakteristische Gitarrenriff hören, wissend mit dem Kopf nicken: Ja, das Lied kenne ich.

Smoke On The Water ist ein Vertreter des Hard Rocks. Typisch für dieses Genre sind der 4/4-Takt und das Liedschema von Strophe, Zwischenspiel und Refrain, was in dem Song auch so vorzufinden ist. Des Weiteren enthalten viele Stücke ein Solo, im Fall von Smoke On The Water ist es das E-Gitarrensolo von Ritchie Blackmore und am Ende des Stückes das Orgelsolo von Jon Lord.

Deep Purple’s Smoke On The Water ist auch heute noch populär und wird in vielen Listen aufgeführt, wie beispielsweise in jener des Rolling Stone: The 500 Greatest Songs of All Time.

(dm)

 

Creedence Clearwater Revival – Bad Moon Rising

Die Musik von CCR, so auch Bad Moon Rising (erschienen: 1969), bilden einen Mix aus Rock, Country, Blues und Southern-Elementen – auch Swamp Rock genannt. Achtet man ausschließlich auf die melodischen Aspekte des Liedes, könnte man fast meinen, Bad Moon Rising sei ein Lied aus der Zeit des Rockabilly. Hört man sich jedoch die gesungenen Zeilen etwas genauer an, findet man ein typisches Merkmal der Rockmusik, nämlich die schweren, progressiven Themen, welche in den Lyrics behandelt werden. Zu Zeiten des Rock’n’Rolls hätte es solche fast schon apokalyptischen Texte, bei einer so fröhlich klingenden Musik, nicht gegeben. Typisch Rock ist an diesem Lied also der Text, in der Melodie findet sich eher ein Revival der Rock’n’Roll Zeit, was jedoch gut darstellt, dass sich Rock aus Rock’n’Roll entwickelt hat und wie die beiden Zeiten ineinander übergehen.

(Lh)

 

Black Sabbath – Iron Man (1970)

Der Song wurde vom 1970 erschienenen Album Paranoid ausgekoppelt und wird bis heute bei den Liveshows von Black Sabbath und Ozzy Osborne gespielt. Textlich handelt das Stück nicht vom Superhelden sondern beschäftigt sich mit Endzeitszenarien. Eingeleitet wird der Track durch ein stark verzeretes gesprochenes „I am Iron Man“, bevor das charakteristische Riff auftaucht. Im Jahr 200 erhielt die Band für den Song einen Grammy[1].
(MR)

Quellen

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Man_%28Lied%29

http://en.wikipedia.org/wiki/More_than_a_feeling (Abgerufen: 21.10.13, 16:40)
http://en.wikipedia.org/wiki/Rock_music (Abgerufen: 21.10.13, 16:40)
http://de.wikipedia.org/wiki/Hard_Rock#Musikalische_Stilmittel (Abgerufen: 21.10.13, 00:40)
http://www.rollingstone.com/music/lists/the-500-greatest-songs-of-all-time-20110407/deep-purple-smoke-on-the-water-20110526 (Abgerufen: 21.10.13)
http://en.wikipedia.org/wiki/Bad_Moon_Rising_%28song%29 (Abgerufen: 20.10.13, 18:20)
http://www.allmusic.com/song/bad-moon-rising-mt0011355792 (Abgerufen: 20.10.13, 18:20)
http://www.musikzimmer.ch/db_songs.php?ID=357 (Abgerufen: 20.10.13, 18:21)

 

 

Punk(-Rock)

Green Day – Basket Case

1993 erschienen, erklingt am Anfang dieses Tracks nur die Stimme des Leadsängers Billie Joe Armstrongs und seine Gitarre, was an die Anfänge des Punks und den sogenannten garage rock und seinen Gebrauch von wenigen Instrumenten , sodass die Musik ‚nackt’ zu sein schein, erinnert. Der Song handelt von einer Person, die sich selbst für verrückt hält und sich mit einer Angststörung und emotionaler Instabilität auseinanderzusetzen versucht. Dies sind Merkmale dessen, dass im Punk ganz andere Themen wie im Rock angesprochen werden – anstatt um Liebe und das schöne Leben geht es um Rebellion, um das Aufreissen von alten, einengenden Strukturen und das ansprechen von heikleren Themen.

(nana)

 

Sex Pistols – God Save The Queen

God Save The Queen wurde zu jener Zeit veröffentlicht, als Queen Elizabeth II gerade ihr silbernes Jubiläum feierte. Laut dem Schlagzeuger Paul Cook war der Song jedoch nicht in Hinsicht auf dieses Ereignis geschrieben worden. Das Lied erreichte seltsamerweise bloss Platz 2 bei den offiziellen UK Singles Charts, obwohl es sich besser verkaufte als der Track, der den 1. Platz besetzte.

God Save The Queen ist mit seinen aggressiven, konfrontativen Lyrics ein typischer Vertreter des Punk-Rocks. Die Sex Pistols thematisieren darin die politische Situation in England und malen eine düstere Zukunft. Typisch für dieses Genre ist auch die raue, unmodulierte Stimme des Sängers, in diesem Fall Johnny Rotten.

(dm)

 

The Clash – Death Or Glory

The Clash war wohl eine der erfolg- und einflussreichsten Punkbands aller Zeiten. Death or Glory ist ein Lied des Albums London Calling, welches 1979 veröffentlicht wurde und zahlreiche Stile wie z.B. Punkrock, Rockabilly, Reggae in sich vereint. Die musikalischen Fertigkeiten von The Clash sind für die eigentliche Punk-Bewegung zwar fast schon zu hoch, ihre Texte (so auch Death or Glory) jedoch sehr repräsentativ für diese Zeit. Es wird Rebellion ausgedrückt und eine Abgrenzung zu vorherigen Musikstilen vorgenommen, was Death or Glory auf eine fast schon satirische Art und Weise tut. Die Akkordfolgen und die Melodie sind einprägsam und zeigen, dass Punk nicht nur für Krach, sondern eben auch für musikalisch ausdifferenzierte Sounds steht.

 

Killing Joke – Eighties (1984)

Killing Joke beschreiben ihre Musik als „Klang der Erde, wenn sie kotzt“[1]. Obwohl ihnen der grosse Durchbruch bis heute verwehrt blieb wäre die Rock-und Metalszene in ihrer heutigen Form vermutlich undenkbar, berufen sich doch Grössen wie Nirvana, Metallica, Korn, Rammstein oder auch Marilyn Manson auf den grossen Einfluss der Band: Man vergleiche die beiden Bassriffs von „Eighties“ und „Come as you are“. „Eighties“ enthält einerseits die sozialkritischen Texte welche für Punk und New Wave typisch sind, besticht aber auch durch eine gewisse Tanzbarkeit[2].
(MR)

Quellen

[1] http://www.allmusic.com/song/eighties-mt0002585325
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Eighties_%28song%29

http://en.wikipedia.org/wiki/Basket_Case_(song) (Abgerufen: 21.10.13, 16:43)
http://en.wikipedia.org/wiki/Punk_rock (Abgerufen: 21.12.13, 16:43)
http://www.songfacts.com/detail.php?id=1621 (Abgerufen: 21.10.13)
http://en.wikipedia.org/wiki/God_Save_the_Queen_%28Sex_Pistols_song%29 (Abgerufen: 21.10.13, 00:45)
http://www.songfacts.com/detail.php?id=1621 (Abgerufen: 21.10.13)
http://de.wikipedia.org/wiki/Punk_%28Musik%29 (Abgerufen: 21.10.13, 00:46)
http://www.allmusic.com/song/death-or-glory-mt0004889074 (Abgerufen: 20.10.13, 18:30)
http://en.wikipedia.org/wiki/Death_or_Glory_%28song%29 (Abgerufen: 20.10.13, 18:31)

 

 

HipHop/Electro/Techno/House

Fatboy Slim – Weapon Of Choice

Berühmt ist dieser im Jahr 2001 erschienene Song hauptsächlich durch das dazugehörige Video geworden, musikalisch gesehen gehört er zur elektronischen Tanzmusik, die ihre Einflüsse aus z.B. Hip Hop, Techno und House bezieht. In seinem Lied sampelte Fatboy Slim verschiedene Parts aus anderen Musiktracks, was in dem Genre gerne gemacht wird. Vorgetragen wird dies vom Funk-Sänger Bootsy Collin, dessen Stimme im Verlauf des Liedes zum Teil technisch vertieft wurde. Eine Technik, die in der elektronischen Musik gerne zum Zug kommt.

(nana)

 

Run-D.M.C. – It’s tricky

It’s Tricky erreichte Platz 57 bei  Billboard Hot 100 und Platz 21 bei Hot R&B/Hip-Hop Songs.

Im Jahr 2006 wurde Run–D.M.C. von The Knack, einer New Wave Band, verklagt, weil sie ohne Erlaubnis eine ihrer Singles in ihrem Lied It’s Tricky gesampelt hatten. Dies war ein beliebter Trick von Run–D.M.C. Ihr Ziel war es, einen Wiedererkennungswert in ihren Liedern zu haben und sie einem breiten Publikum schmackhaft zu machen und dies zu einer Zeit, in der Hip hop noch als blosse Modeerscheinung angesehen wurde. Gleichzeitig ist das Sampling auch eine typische Eigenschaft des Hiphops, sowie Rap, der in It’s Tricky auch nicht zu kurz kommt.

(dm)

 

Afrika Bambaataa – Planet Rock

Planet Rock, erschienen 1982, ist wohl einer der einflussreichsten Songs für die Musikstile des HipHop und des Elektrofunk. Afrika Bambaataa verwendet in seinem Song verschiedenen Samplings, u.a. von Liedern der Band Kraftwerk (Trans-Europe Express und Numbers). Durch die Verwendung eines Synthesizers, sowie des Breakbeats wirkt Planet Rock elektrisch, jedoch auch sehr funkig. Der Text wird gerapt, wodurch auch ein klarer Bezug zum HipHop hergestellt werden kann. Afrika Bambaataa schafft es, in einem Song sehr viele Stilrichtungen zu vereinen und leistet somit Pionierarbeit für die weitere Entwicklung der Elektro-, sowie HipHopmusik.

(Lh)

 

Sugarhill Gang – Rapper’s Delight (1979)

Der erste international-kommerziell erfolgreiche Hip Hop Song welcher der noch jungen Stilrichtung die Türen zur Musikindustrie öffnete. Fällt die Singleversion mit knapp über 4 Minuten normal lang aus, dauert die Albumversion beinahe eine Viertelstunde[1]. Beat und Basslinie des Songs basieren auf Good Times von Chic aus demselben Jahr[2]. Der Song wurde unzählige Male gecovert oder auf andere Weise verwendet, unter anderem von Falco 1986.
(MR)

Quellen

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Rapper%E2%80%99s_Delight
[2] http://www.tagesspiegel.de/kultur/meins-bleibt-meins-wie-es-singt-und-lacht-dreistigkeit-kann-teuer-werden-der-fall-bushido/1725578.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Weapon_of_Choice (Abgerufen: 21.10.13, 16:44)
http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Beat (Abgerufen: 21.10.13, 16:44)
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Knack (Abgerufen: 21.10.13, 00:47)
http://www.songfacts.com/detail.php?id=3173 (Abgerufen: 21.10.13, 00:47)
http://en.wikipedia.org/wiki/Hip_hop_music (Abgerufen: 21.10.13, 00:47)
http://www.whosampled.com/Planet-Rock/Afrika-Bambaataa/ (Abgerufen: 20.10.13, 18:41)
http://www.allmusic.com/song/planet-rock-mt0000594680 (Abgerufen: 20.10.13, 18:41)
http://en.wikipedia.org/wiki/Planet_Rock_%28song%29 (Abgerufen: 20.10.13, 18:41)