FOReverly – Norah Jones und Billie Joe Armstrong singen Everly Brothers Lieder

Was haben Billie Joe Armstrong, seines Zeichens Frontmann der Punk-Band Greenday und die Jazz Lady Norah Jones gemeinsam? Dieses ungewöhnliche Duo hat ein Cover-Album der Everly Brothers aufgenommen und zu aller Überraschung bilden die Schöne und das Biest ein gutes Gesangsduo.

Die Everly Brothers veröffentlichten 1958 ihr Album „Songs Our Daddy Taught Us“ und haben das damalige Folk Revival der frühen sechziger vorweggenommen. Eigentlich ein Album das aus Zufall entstanden ist: Die Everly Brothers waren dem Rock’n’Roll verschrieben und schuldeten ihrer Plattenfirma noch ein letztes Album. Sie beschlossen ein Album nur mit alten Country Songs, die ihr Vater Ike Everly ihnen beigebracht hatte, aufzunehmen. So singen die Everly Brothers für ihren Vater in „That Silver haired daddy of mine“: „ If I could recall the heartaches ,dear old daddy I’ve caused you to bear, if I could erase those lines from your face, and bring back the gold to your hair“. Norah Jones und Billie Joe singen die gleichen Zeilen und versuchen möglichst nahe am Original zu bleiben, nur die Songabfolge wurde geringfügig geändert. Auf „Foreverly“ ertönt ein Klavier und leises Schlagzeug, was den Songs aber doch ihre eigene Färbung verleiht, die beiden Stimmen harmonieren überraschenderweise ausgezeichnet.1

Ein Cover kann sich authentisch anhören; die Flaming Lips haben es mit dem Cover von „The Dark Side of the Moon“ von Pink Floyd vorgemacht: „Foreverly“ ist kein übliches Cover-Album. Es klingt echt, dank dem ungewöhnlichen Gesangsduo.


STroublemaker01 – Billie Joe Armstrong And Norah Jones – Silver Haired Daddy Of Mine, 14.11.2013, http://www.youtube.com/watch?v=mAlznVCacIg (Abgerufen am 20.03.2014).

Green Day „American Idiot“

Album-Cover

Album-Cover

Nachdem ihr letztes Album „Warning“ nicht wie gewünscht angekommen war, hatten einige schon damit gerechnet, dass die Band 2004 nicht mehr für ein grossartiges Comeback zu haben war. Doch Green Day schaffte es, dem von vielen erwarteten Niedergang zu trotzen. Das Album ist ein Konzeptalbum oder eine Rockoper, die dem Album „Quadrophenia“ von The Who, nachempfunden ist .1 Das Spezielle an solchen Alben ist, dass sie in nacheinander folgenden Liedern eine Geschichte erzähen, die zumeist von einer fiktiven Person gesungen werden und die Tracks selbst einer chronologischen Reihenfolge entsprechen, wie es im Album hier der Fall ist2

Der fiktive Erzähler des Albums heisst Jimmy und lebt mit seinen Eltern in einer Vorstadt, nennt sich selbst „Jesus of Suburbia“ und vertreibt sich die Zeit auf Parkplätzen von Supermärkten mit Drogen und Hass auf die Politik Amerikas. Schon im ersten Track des Albums „American Idiot“ macht er seine Position klar und sagt, unterlegt mit rasantem Punkrock, „Don’t want to be an American Idiot“. Dieselbe Meinung wiederholt er später in „Holiday“, einem ebenfalls rockigen Track mit eingängigem Refrain. Um den fiktiven Erzähler näher kennezulernen, muss man sich unbedingt „Jesus of Suburbia“ anhören. Der 9-Minuten lange Track ist wie ein Buch in Kapitel unterteilt, und das merkt man auch, denn wenn ein neues Kapitel kommt wechselt die Musik fliessend von rockig und laut zu melodisch und schleppendem Takt, je nachdem, um was es gerade geht, ob um Drogen oder um Liebe, um Hass oder um psychisches Zerbrechen. Der Song wechselt ständig den musikalischen Stil und ergründet so die Vielschichtigkeit von Jimmy.

Nicht vergessen darf man „Boulevard of Broken Dreams“, einen der bislang wohl grössten Hits von Green Day. Die Musik ist rhythmisch, melodisch, rockig und melancholisch zugleich, gepaart mit einem Text über zerbrochene Träume, alles Themen, die zum Erfolg des Tracks beitrugen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Soa3gO7tL-c[/youtube]

Alles in Allem is das Album das Paradebeispiel eines Konzeptalbums, die darin erzählte  Geschichte eines Aussenseiters in Amerika ist spannend und in dazu passende Melodien verpackt.

Weitere Reviews:

http://www.rollingstone.com/music/albumreviews/american-idiot-20040930

http://www.sputnikmusic.com/review/50395/Green-Day-American-Idiot/

Forschungsüberblick: Ramones

„Eine Gruppe von vier ‚Brüdern’ aus Queens die zurecht als Gründer des Punks bezeichnet werden dürfen. Ihr Sound ist so einfach, wie effektiv: schnelle Tempi, eingängige Melodien und provokative, politische Songtexte, stets gepaart mit einer Prise Ironie und stilisierter Stupidität.“ (vgl. RollingStone) (pl)

Musik

Bezüglich der Musik der Ramones wird der Aspekt der Einfachheit und des Minimalismus in allen kürzeren oder längeren literarischen Abhandlungen immer wieder aufs Neue betont. Stefan Hentz beschreibt dies sehr treffend in einem Artikel, der in ZEIT ONLINE (1. 11. 2013) erschien: „Die Ramones spielten einen urwüchsigen Rock ohne jeden Schnickschnack, ohne jede Verfeinerung.“
Eine sehr umfassende wenn auch etwas verschachtelte Einbettung deren musikalischen Stils wird ausserdem von Christian Böhm vorgenommen. Seine Ausführungen sind in einem Online-Magazin erschienen und sind als PDF (4.11.2013) im Internet einsehbar.
Da die Ramones als Wegbereiter des Punk bezeichnet werden, sind weiter zahlreiche kurze Abschnitte zu deren musikalischem Schaffen in verschiedenen Lexika und Enzyklopädien erschienen. Brauchbare Kurzbeschreibungen sind beispielsweise in den folgenden Büchern zu finden:

  • Faulstich, Werner: Zwischen Glitter und Punk. Tübinger Vorlesungen zur Rockgeschichte. Teil 3: 1971-1984, 1986. Rottenburg-Oberndorf, Wissenschaftler-Verlag.
  • Logan, Nick / Woffinden, Bob: The Illustrated New Musical Express Encyclopedia of Rock, 1978: London
  • Graf, Christian: Rockmusik-Lexikon. Amerika, 1989: Hamburg, Verlag populärer Musik-Literatur, Bd. 2.

Auch Reynolds bietet in seinem Buch Retromania (2011, S. 256ff.) eine Erläuterung dazu, welche wichtige Rolle die Ramones in der Geschichte der modernen Musik spielen, deren Stil als entscheidend angesehen werden kann.

Weitere Informationen zum musikalischen Schaffen der Band und besonders ausführliche Diskografien lassen sich auch in den üblichen Onlinequellen finden: (jo)

Biografien/ biografische Einträge in Nachschlagewerken und Datenbanken

Online sind folgende Band-Biografien greifbar:

Bücher:

Biografien über die Ramones gibt es zuhauf und über die Authentizität dieser Bücher lässt sich streiten. Es gibt aber einige Veröffentlichungen, bei denen der Verfasser hautnah dabei war und aus dem Nähkästchen plaudern kann:

Monte A. Melnick, Tour-Manager der Ramones, verfasste das Buch „On The Road With The Ramones“. Hier verrät er einige delikate Insider Informationen: von den Liebesgeschichten der Ramones bis zum Ende der Band im Jahr 1996. Das 312-seitige Buch ist gefüllt mit Interviews und mit über 250 Fotografien illustriert.

Im Jahr 2000 veröffentlich Dee Dee Ramone eine Autobiographie über das Bandleben der Ramones. Der Leser erfährt hier Details über lange Nächte im legendären Club CBGB’s und die Konflikte zwischen den Bandmitgliedern.

McNeil hat mit „Please Kill Me“ einen schonungslosen Blick auf die Punk-Geschichte geschaffen. Der Autor beschäftigt sich vornehmlich mit der New Yorker Szene Mitte der 70er Jahre, Zeitzeugen wie Patti Smith und Iggy Pop kommen zu Wort. Allen voran spricht Dee Dee Ramone aus seiner Zeit mit den Ramones.

Justin Go beschreibt in der Nationalpost Johnny Ramone, als einen der untypischsten Punkrocker: Er setzte sich selber eine Alkoholgrenze von zwei Bieren und sparte eifrig auf seine erste Million. Nichtsdestotrotz hat Johnny den Punk durch seinen Gitarrenstil geprägt und war eine Inspiration für nachfolgende Generationen1. In seiner Autobiographie erzählt Johnny über das Altwerden als Punk und seine prägende Lebenserfahrungen in den 70ern. (sf)

 

Literatur:

  • Melnick, Monte A; Meyer, Frank: On the road with the Ramones. London: Bobcat Books Verlag 2007.
  • Ramone, Dee Dee: Lobotomy: Surviving the Ramones. New York: Thunder’s Mouth Press 2000.
  • McNeil Legs: Please Kill Me: The Uncensored Oral History of Punk. New York: Grove Press 1996.
  • Ramone, Johnny: Commando: The Autobiography of Johnny Ramone. Harry N. Abrams, 2012.

Selbstdarstellung/ Stil/ Persönlichkeit

Die Ramones zeichneten sich nicht nur durch ihre schnelle, nervöse Musik aus, sondern (und vor allem auch) durch ihr Auftreten, ihre Performance und ihr Stil. Während lange Haare, Lederjacken, ausgewaschene Jeans und Sneakers zu ihren äusserlichen Markenzeichen zählten, stachen sie an ihren Auftritten meist durch exzessive Darstellungen heraus. Tommy entwarf das Image der vier Ramone-Brüder und den Identikit Look der Band. So stehen sie vor der Backsteinwand voller Graffiti, ein Bild für die Ewigkeit, ikonisch vom ersten Moment an (siehe Abbildung 1).

Abb. 1: Bandportrait der Ramones

 

Der Bildband ‚Ramones Photography’ von Chip Dayton zeigt wunderbare, imagetypische Bilder der vier Typen. Ihr Stil ist schlicht und einfach unverkennbar – und sie bleiben dem auch ihre ganze Karriere hindurch treu.

Die Verkleidung, die neuen Namen und die gespielte Naivität, all dies formte eine Kulturtechnik zum Überleben. Mit dem Aspekt der Religion und der Zugehörigkeit der Ramones haben sich viele Autoren beschäftigt.

Wie viele jüdische Künstler rückten die Ramones dem Horror der Shoah mit Spott und Sarkasmus zu Leibe, wenn sie im Titel die Nazi-Parole verballhornten: „Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt“, so in einem Artikel der ZEIT ONLINE (4.11.2013). Den Antisemitismus erlebten Tommy und Joey Ramone auch in der eigenen Band. Die Gruppe verzeichnete eine spezielle Chemie: den beiden jüdischen Ramones standen Johnny und Dee Dee gegenüber, republikanische, katholische Jungs aus der Arbeiterklasse (vgl. Bignoisenow). Diese Spannungen kommen im Buch ‚On the Road with the Ramones’ an manchen Stellen sehr gut zur Geltung. Die Lektüre besteht aus zahlreichen Interviews und Photographien, was dem Lesenden einen tiefgründigen Einblick in die Welt der Ramones ermöglicht.

Auch konzertmässig sind die Ramones kein leichtes Pflaster: die Auftritte der Band waren stets geladen, elektrisierend und lebendig. Auf der Compilation DVD ‚Ramones. It’s Alive 1974-1996’ sind zahlreiche Highlights der Ramones zu sehen. Die Fans gehen fantastisch zu den Ohrwurm-Songs mit, die Übergänge sind stets von der berühmten Schlachtruf-zeile One, two, three, four (4.11.2013) geprägt, bis der nächste Kracher startet.
Die vier Jungs machten bei jedem Lied Stimmung, als würde es kein Morgen geben. Und die Fans zogen stets mit.

Literatur zur Selbstdarstellung der Ramones ist nicht im Übermaß vorhanden. Die unzähligen Interviews, Fotografien, Live-Konzert-DVDs, Fan-Berichte und schliesslich die Songs selbst, geben aber sehr viel her. Unter genauer Analyse kann sich der interessierte Musikliebhaber so ein ziemlich genaues Bild der Ramones machen. (pl)

Literatur:

  • Bessman, Jim: Ramones: An American Band, St. Martin’s Press, 1993.
  • Dayton, Chip: Ramones Photography. London: Omnibus Press, 2004.
  • Johansson, Anders: Touched by Style in The Hand of the Interpreter: Essays on Meaning after Theory, ed. G. F. Mitrano and Eric Jarosinski, pp. 41–60, 2009.
  • Melnick, Monte A., and Frank Meyer. On The Road with the Ramones, Sanctuary, 2003.
  • Ramone, Dee Dee, and Veronica Kofman: Lobotomy. Surviving the Ramones. New York: Thunder’s Mouth Press, 2000.
  • Taylor, Steven: False Prophet. Field Notes from the Punk Underground. New York: Wesleyan University Press, 2003.
  • Savage, Jon: England’s Dreaming: Anarchy, Sex Pistols, Punk Rock, and Beyond, St. Martin’s Press, 1992.

Internet:

DVD:

  • Ramones. It’s Alive 1974-1996. The Ultimate Double Live DVD.

Bilder:

Label/ Management/ Produzent

Während ihres langjährigen Bestehens als Band standen die Ramones bei diversen Plattenlabels wie Sire, Philips, Beggars Banquet, Radioactive und Chrysalis unter Vertrag. Eine umfassende Auflistung der Labels findet sich auf Wikipedia und auf Allmusic.
Zu Beginn der Karriere der Ramones fungierte der spätere Schlagzeuger Tommy Ramone (eigentlich Tom Erdelyi, geboren 1952) als Manager der Gruppe (1977 und danach ab 1984 war er auch als Produzent der Ramones tätig).
Die wichtigste Figur im Management der Punkband war jedoch Danny Fields (geboren 1941 als Daniel Feinberg), der den Ramones einen Plattenvertrag bei Sire beschaffte und die Gruppe darauf (zusammen mit Linda Stein) ab 1975 managte. Zu Fields’ Person und seinem Einfluss auf die Band finden sich insbesondere in den beiden Dokumentarfilmen „End of the Century“ und (dem bald erscheinenden) „Danny Says“ sowie aus den Büchern „Please Kill Me“ und „The Heebie-Jeebies at CBGB’s“ Biographien, Interviewbeiträge und andere Beobachtungen.

Ramones-Manager Danny Fields

Abb. 2: Manager Danny Fields

 

Den Sound der Ramones massgeblich beeinflusst hat auch der legendäre Produzent der 60er-Jahre, Phil Spector, mit dem sie um 1979/1980 zusammenarbeiteten. Weitere wichtige Produzenten waren Ritchie Cordell und Glen. Einschlägige Seiten wie Wikipedia und Allmusic bieten dazu einige Informationen, eine umfangreichere Darstellung des prägenden Zusammenwirkens von Spector und den Ramones sind dem Buch „Wall of Pain. The Biography of Phil Spector“ zu entnehmen. (kbr)

Literatur:

  • McNeil, Legs/McCain, Gillian: Please Kill Me: The Uncensored Oral History of Punk, New York 1996 (Mit zahlreichen Interviewbeiträgen von Danny Fields).
  • Beeber, Steven Lee: The Heebie-Jeebies at CBGB’s – A Secret History of Jewish Punk, Chicago 2006 (Biographisches Kapitel „A Nice Jewish Boy“ über Danny Fields):
  • Ramone, Dee Dee: Lobotomy – Surviving the Ramones, New York 2000.
  • Melnick, Monte A./Meyer, Frank: On the road with the Ramones, London 2007.
  • Thompson, Dave: Wall of Pain. The Biography of Phil Spector, London 2003.

Film:

Internet:

Bilder:

  1. Go, Justin (2012): Book Review: Commando, by Johnny Ramone. In: Nationalpost: http://arts.nationalpost.com/2012/06/08/book-review-commando-by-johnny-ramone/ (Abgerufen 31.10.2013)

Forschungsüberblick: Malcolm McLaren

Allgemeine Informationen zu Malcolm McLaren

Malcolm McLaren wurde 1946 geboren. Er studierte eine Zeit lang Kunst und eröffnete 1971 zusammen mit seiner damaligen Freundin Vivienne Westwood einen Kleiderladen, in welchem man Kleidung kaufen konnte, die bisher eigentlich der S&M-Szene vorbehalten war. 1972 war McLaren für eine kurze Zeit der Manager der  amerikanischen Band New York Dolls, welche eine der ersten Vertreter der frühen Punkrockszene waren.1 Inspiriert von dieser neuartigen Attitüde, die die New York Dolls vertraten, kehrte McLaren nach England zurück und gründete 1975 die Punkgruppe Sex Pistols, welche sich aus vier jungen Männern, die in seinem Laden verkehrten, zusammensetzte. Diese Band schien den Nerv der damaligen Zeit zu treffen und feierte bald grosse Erfolge. Nach dem Ende der Sex Pistols gründete und managte Malcolm McLaren Bow Wow Wow, eine britische New Wave Band. Einige Jahre später profilierte er sich dann auch selbst als Solokünstler, wobei er in seiner Musik Einflüsse aus Afrika und Amerika, darunter auch Hip-Hop vermischte. Er trat später noch in diversen Fernsehshows auf und machte kurz vor seinem Tod eine Ausstellung mit seinen „musikalischen Gemälden“ zum Thema Sex.2

Er starb 2010 in einem Krankenhaus in der Schweiz an Krebs.3

(dm)

Biografien und Infos zu Malcolm McLaren in Büchern

  • In seinem Buch Punk Rock – Die Geschichte einer Revolution erzählt John Robb die Geschichte des britischen Punks. Dazu bedient er sich der Stimmen der Leute, die einen Einfluss in dieser Geschichte hatten, bzw. sie miterlebt haben. So kommt unter anderem auch Malcolm McLaren zu Wort. Er und weitere Protagonisten erzählen, wie der Punk erfunden wurde von McLaren, wie sie den Punk alle erlebt/gelebt haben und was er für sie bedeutet.
    Robb, John (2013): Punk Rock – Die Geschichte einer Revolution. (S.I.): Heyne.
  • In London Calling: A countercultural History of London since 1945 von Barry Miles wird die Geschichte Londons aus der Perspektive von Leuten, die die Zeit miterlebt und -geformt haben, erzählt. Dazu erzählt der Autor zum Beispiel von Musikern, Autoren und Künstlern, die ihrerseits das Angesicht Londons verändert oder geprägt haben. Wenn es um Punk geht, werden Malcolm McLaren und die Sex Pistols thematisiert.
    Miles, Barry (2010): London Calling. A countercultural history of London since 1945. London: Atlantic.
  • In seinem Buch The Sex Revolts: Gender, Rebellion, and Rock’n’Roll erzählt Simon Reynolds die Sicht auf die Veränderung des Rocks und Punks durch die Linse der Gender-Problematik. Im ersten Teil seines Buches widmet er Malcolm McLaren ein Kapitel, welches den Namen Careers in Misogyny: The Strangers and Malcolm McLaren trägt.
    Reynolds, Simon and Press, Joy (1996): The Sex revolts. gender, rebellion and rock’n’roll. Cambridge, Mass: Harvard University Press.
  • Der britische Pop-Musikjournalist und Publizist Jon Savage, schrieb 1991 sein Buch England’s Dreaming. Es gilt als eines der Standardwerke des Punk-Phänomens. Der Autor selbst war Teil dieser Bewegung und kann somit auch aus eigener Erfahrung schreiben. In seinem Buch erzählt er unter anderem die Geschichte der Sex Pistols, die untrennbar mit Malcolm McLaren verbunden ist.
    Savage, Jon (1991): England’s Dreaming. London: Faber and Faber.
  • Das Werk Impresario: Malcolm McLaren and the British New Wave von Paul Taylor analysiert das Zusammenspiel von populärer Kultur, das von McLaren orchestriert wird, sowie der höheren Kulturen. Das Buch möchte unter anderem mit vielen Bildern den Werdegang und die Karriere McLarens darstellen, um seine Arbeit als Designer, Musiker, Filmemacher und Kulturtheoretiker zu erfassen, aber dies gelingt nicht.
    Taylor, Paul D. (1988): Impresario: Malcolm McLaren and the British New Wave. New York: New Museum of Contemporary Art.
  • Eher ein biografisches Werk ist The Wicked Ways of Malcolm McLaren von Craig Bromberg. Es werden die Art und Weise aufgezeigt, wie McLaren zum Teil mit rücksichtslosen Methoden seinen Erfolg erkämpfte, und ausserdem werden darin viele seiner Bekannten interviewt, unter ihnen Vivienne Westwood, Boy George und John Lydon.
    Bromberg, Craig (1991): The Wicked Ways of Malcolm McLaren. London: Omnibus Press.
  • In seinem Werk Apathy for the devil schreibt Nick Kent über seine Beziehung zu Malcolm McLaren und ganz allgemein darüber, wie dieser als Person gewesen war.
    Kent, Nick (2010): Apathy for the devil: A `70s Memoir. London: Faber and Faber.

(nana)

Musik, Videos und Dokus zu Malcolm McLaren

Verzeichnis mit Angaben zu Chartplatzierungen einzelner Songs und Alben

Klassische Wikipedia-Seite mit chronologisch geordneten Infos zur Diskographie inkl. jeweiligen Chartplatzierungen

Interessant könnten hierbei auch die References unten auf der Wikipediaseite selbst sein.

Umfassende Diskographien

Weiterführende Seite mit Ratings

Sehr interessante Doku über Malcom McLaren. Nach dem aktuellen Recherchestand eine BBC Two Produktion (oder dort ausgestrahlt). Produziert von Alan Yentob. Titel: Malcom Mc Laren: The Artful Dodger. (weitere Hintergrundinfos müssten recherchiert werden…)
Film kann auf Youtube gesehen werden.

[youtube width=“500″ height=“315″]http://www.youtube.com/watch?v=r6OKPQpSHAA[/youtube]

Einige dieser Quellen heben folgende Werke besonders hervor:

Album: „Duck Rock“

Songs: „Buffalo Gals“ und „ Double Dutch“

(mr)

Biografien und Infos zu Malcolm McLaren im Web

Im Web finden sich unendlich viele Informationen zu Malcolm McLaren. Die folgende Linksammlung stellt also nur eine kleine Auswahl an interessanten Informationen über das Leben und Schaffen des Malcolm McLaren dar.

Online sind u.a. folgende Biografien greifbar:

McLarens offizielle Website enthält lediglich den Songtext des Liedes Revenge of the Flowers und einen Youtube Link zu diesem.

Es finden sich im Internet auch viele Interviews mit Malcolm McLaren, z.B.

Ebenfalls findet man im Web folgenden Artikel, in dem seine Ex-Partnerin Vivienne Westwood sehr negativ über McLaren spricht. Es geht ihr vor allem darum aufzuzeigen, wie McLaren versucht haben soll, ihr eigens und das Leben ihres Sohnes zu zerstören.

  • Dailymail: Vivienne Westwood über Malcolm McLaren (3.11.13)

Nachrufe sind online ebenfalls zahlreiche greifbar, so z.B.

(Lh)

Fazit

Malcolm McLaren war Musiker, Manager, Ladenbesitzer, Künstler, Designer und Revolutionär in einem. Vermutlich war es diese Vielseitigkeit, die ihm überhaupt solche grosse Erfolge mit seinen diversen Projekten bescherte. Was wäre wohl aus Punk, den Sex Pistols und Vivienne Westwood ohne ihn geworden?

(dm)

  1. Simpson, Dave: Malcolm McLaren obituary.
    http://www.theguardian.com/music/2010/apr/09/malcolm-mclaren-obituary (Abgerufen: 5.11.13)
  2. BBC: Former Sex Pistols manager Malcolm McLaren dies at 64.
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/8610423.stm (Abgerufen: 5.11.13)
  3. Wikipedia: Malcolm McLaren.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Malcolm_McLaren (Abgerufen: 5.11.13)

Forschungsüberblick: Patti Smith

Biografie

Patti Smith, live, 2007

Patti Smith, 2007.Biographie

Patricia Lee „Patti“ Smith (geb. 30.12.1946) gilt als eine der einflussreichsten weiblichen Rock’n’Roller überhaupt. Smiths Musik wurde als die aufregendste Fusion von Rock und Poesie seit Bob Dylan gehandelt: ehrgeizig, unkonventionell und herausfordernd. Ihre avantgardistischen Ausflüge beinhalten Improvisationen wie wir sie vom Jazz kennen, doch ihre eigentlichen Wurzeln liegen im lärmenden, primitiven Drei-Akkord Rock’n’Roll. Wenige Rock’n’Roller waren so sehr mit der Rockgeschichte verbunden wie Patti Smith. Ihr Debütalbum „Horses“ (1975) verdeutlicht, wie ihre Musik paradoxerweise rückwärts in die Zukunft galoppiert: als brillante Umgestaltung von Rock. Die künstlerischen sowie die amateurhaften Elemente ihrer Musik hatten beide einen grossen Einfluss auf die Punk- und New-Wave-Bewegung. Smith wurde zur Ikone für Rockerinnen, nicht weil sie besonderen Wert auf Sexappeal gelegt hätte, sondern weil sie Intellektualität und Kreativität in einer schlanken und androgynen Musikerin vereinte.

Berufsbezeichnungen
Singer-Songwriterin, Lyrikerin, Schriftstellerin, Essayistin, Ikone… Künstlerin – nicht Musikerin „… ich definiere mich zumindest nicht als Musikerin, eher als Amateur. Vielleicht auch als eine Künstlerin, die gerne Texte schreibt. Von all den Fertigkeiten, die man als Musiker haben sollte, besitze ich nichts.“1

Band: Patti Smith Group – Gruppenmitglieder nach RateYourMusic (04.11.2013)

  • 1974: Lenny Kaye (guitar, 1974-79, 1996-present)
  •           Richard Sohl (keyboards, 1974-79, 1988)
  • 1975: Ivan Král (bass, 1975-79)
  •           Jay Dee Daugherty (drums, 1975-79, 1988, 1996-present)
  • 1978: Bruce Brody (keyboards, 1978)
  • 1988: Fred „Sonic“ Smith [Frederick Dewey Smith] (guitar, 1988)
  • 1996: Tony Shanahan (bass, keyboards, 1996-present)
  •           Oliver Ray (guitar, 1996-2004)
  •           Jackson Smith (guitar, bass) – Patti Smiths Sohn
Assoziierte Musiker nach Allmusic und RateYourMusic (04.11.2013)
  • Back in Spades (Die Band von Patti Smith‘ und MC5s Fred Smith‘ Sohn Jackson Smith).
  • Eastern Bloc (Projekt von Ivan Kral, der als Bassist an vier Patti-Smith-Alben mitwirkte)
  • Hilly Kristal (Gründer des New Yorker Club CBGB, wo Patti Smith‘ Karriere startete)
  • Lenny Kaye (Patti Smith‘ Gitarrist)
  • MC5 und Sonic’s Rendezvous Band (Patti Smith‘ Ehemann Fred „Sonic“ Smith war Gitarrist dieser beiden Bands).
  • Tom Verlaine (Frontmann der Band Television, datete Patti Smith in den Siebzigerjahren; arbeitete auch mit Fred Smith zusammen.)

Viele Künstler von Patti Smiths Generation, Freundeskreis und Familie sind bereits verstorben, jüngst Lou Reed von The Velvet Underground. Hier ihr Nachruf veröffentlicht am 28.10.2013: http://www.timescolonist.com/entertainment/magic-and-loss-patti-smith-reflects-on-her-late-friend-fellow-poet-musician-lou-reed-1.675065 (Abgerufen: 04.11.2013).

Bibliographische Hinweise für Biographie
online

print
  • Bockris, Victor: Patti Smith. London: Fourth Estate, 1988. – Umfassende Biografie des berühmten Rock-Biografen und ehemaligen Verlegers von Patti Smith‘ Poesie.
  • Noland, Carrie Jaurès: Rimbaud and Patti Smith: Style as social deviance / Carrie Jaurès Noland.  S. 581-610. In: Critical inquiry. No. 21, 1994/1995. – Artikel zur Beziehung von Smith und Rimbaud, der entscheidenden Einfluss auf ihre Poesie hatte.
  • Smith, Patti: Just Kids. Die Geschichte einer Freundschaft. Frankfurt a.M.: Fischer-Taschenbuch-Verl., 2011. – Patti Smith‘ Erinnerungen an die Freundschaft mit dem Fotografen Robert Mapplethorpe. FAZ-Rezension zu diesem Buch (17.03.2010).
  • Stefanko, Frank: Patti Smith. American-Artist. Berlin: Schwarzkopf und Schwarzkopf, 2006. – Fotografisches Portrait von Patti Smith zwischen 1970 und 1980, ca. 150 Abbildungen, Vorwort von Lenny Kaye
  • Thompson, Dave: Dancing Barefoot: The Patti Smith Story. Chicago: Chicago Review Press 2011. – Umfangreiche Biografie, basierend auf Aussagen von Patti Smith‘ sowie Interviews ihrer Weggefährten.

Einen weiteren Überblick über Patti Smith Bücher befindet sich hier: http://www.oceanstar.com/patti/bio/refs.htm (04.11.2013).

Veröffentlichungen

Smiths erstes Studio-Album „Horses“ (1975) mit der Patti Smith Group gilt als das erste seiner Art, ein Art-Punk Album und ermöglichte ihren Aufstieg zur Godmother of Punkrock. Auf dem Album ist eine Fusion aus lyrischem Sprechgesang, viel Improvisation und Rockmusik zuhören, mit einem Van Morrison Cover als Einstieg. Der Auftakt von „Gloria“ mit den Worten „Jesus died for somebody’s sins but not mine“2 verweist auf den unorthodoxen Charakter des Albums. Das Albumcover von Horses erreichte Symbolstatus in der Punkszene.

Patti Smith, Horses, 1975, Albumcover

Patti Smith Horses – Albumcover.

Albumrezensionen diverser Webseiten sind hier aufgelistet

Umfassende Diskografien sind in den dafür üblichen Onlinequellen einsehbar:

Direkter Draht zur Künstlerin hier:
http://www.pattismith.net/ (Abgerufen: 04.11.2013).

Ihre Schriften und ihre Kunst (Ausstellungskataloge) wurden in unterschiedlichen Sprachen veröffentlicht im Druck.
  • Smith, Patti: Patti Smith – written portrait. Vitoria-Gasteiz: Artium, Centro-Museo Vasco de Arte Contemporáneo, 2008. Online: http://www.artium.org/English/TheCollection/Loans/tabid/329/articleType/ArticleView/articleId/388/language/en-US/Patti-Smith-Written-portrait.aspx (Abgerufen: 04.11.2013)
  • Smith, Patti: camera solo / edited and with an interview by Susan Lubowsky Talbott with the   assistance of Erin Monroe. Hartford, Conn.: Wadsworth Atheneum Museum of Art, c2011. – Camera Solo: Ausstellung von siebzig Fotografien, einer Installation („Arthur Rimbaud’s Litter“) und einem Film.
  • Smith, Patti: Land 250. Paris: Fondation Cartier pour l’art contemporain, 2008. – Ausstellung von Patti Smith‘ Polaroid-Aufnahmen.
  • Smith, Patti: Patti Smith complete. London: Bloomsbury , 2006.
  • Smith, Patti: The coral sea / Patti Smith. New York: Norton, 2012. – Buch, das gemeinsam mit einem Live-Album veröffentlicht wurde. Unter Mithilfe von Kevin Shields (My Bloody Valentine). Hommage an Robert Mapplethorpe.
  • Smith, Patti: Woolgathering / Patti Smith. New York, N.Y.: New Directions Publishing, 2011.

Weitere Werke über ihre Werke
Faulstich, Werner: Patti Smith, „Land“ (1975) : Beschreibung, Analyse, Deutung / Werner Faulstich. Siegen: Forschungsschwerpunkt Massenmedien und Kommunikation an der Universität-Gesamthochschule, 1982.
Heatley, Michael und Frank Hopkinson: We Three – Patti Smith. In: The Boy in the Song. The True Stories Behind 50 Rock Classics. Chicago, I.L.: Chicago Review Press, 2012.

Fazit

Es war vor allem das Image von Patti Smith, das nachfolgende Musikerinnen-Generationen beeinflusste und dazu führte, feministische Überzeugungen in die Musik einfliessen zu lassen. Patti Smith war ein Star, der erst durch die Selbstreflexivität von Rock möglich wurde. Punk startete zunächst als Zeitschleife durch und war als Restauration, nicht als Revolution gedacht. Der Antrieb Rockmusik zu machen, war ein anderer, als in den Fünfzigern und Sechzigern: es ging nicht mehr darum, sich oder die Gesellschaft zu verändern, sondern darum die Rocktradition weiterzuführen. Smiths Bandkollege Lenny Kaye sagte zu diesem Phänomen, „Sometimes I think of us as the last of the sixties bands. We liked those long rambling songs, we liked twenty minutes of improvisation.”3

Anlass für Forschungsbericht und Quelle

Reynolds, Simon: Retromania. Pop Culture′s Addiction To Its Own Past. London: Faber and Faber Ltd, 2011, 250-259.

  1. Dallach, 2012.
  2. SongMeanings: http://songmeanings.com/songs/view/139500/ (Abgerufen: 04.11.2013).
  3. Reynolds, 2011: 252.

Kommentierte Playlist

Rock’n’Roll/Rhythm and Blues/Country/Rockabilly

Diana Ross and the Surpremes – You Can’t Hurry Love

In diesem 1966 erschienen Track geht es darum, dass eine Mutter ihrer Tochter den Rat gibt, dass man Liebe nicht erzwingen kann, sondern geduldig sein muss. Diese Lyrics entspringen höchstwahrscheinlich aus Gospel-Phrasen, welche im Soul und R’n’B einen grossen Einfluss fanden. Ausserdem setzt der Song auf treibende Rhythmen und einen eingängigen Gesang, der zum Tanzen einlädt, wie das vom Hörerpublikum der damaligen Zeit sehr geschätzt wurde.

(nana)

 

Elvis Presley – Heartbreak Hotel

Heartbreak Hotel war Elvis Presleys erste Single für seine neue Plattenfirma RCA. Der Song wurde vor allem dank seiner Auftritte in der Fernsehshow Stage Show bekannt und avancierte zur meistverkauften Single von 1956.

Heartbreak Hotel gehört zum Genre des Rock’n’Roll. Bei diesem Genre stand nicht bloss die Musik im Vordergrund, sondern die Performance war ebenfalls von grosser Wichtigkeit. Elvis Presley ist dementsprechend ein klassischer Vertreter des Rock’n’Roll, schliesslich er sah gut aus und hatte Sexappeal. Bei seinen Auftritten im Fernsehen verband er sein musikalisches Können gleichzeitig mit einem visuellen Spektakel. Im Lied finden des weiteren Instrumente Verwendung, die typisch sind für Rock’n’Roll wie beispielsweise Gitarre, Schlagzeug, Kontrabass und noch einige mehr.

Um zu verstehen, wie Elvis mit seinen Auftritten die Zuschauer derart in seinen Bann ziehen konnte, ist es auch empfehlenswert, sich dieses Video anzuschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=QK2jWI5f1RY

(dm)

 

Johnny Cash – Folsom Prison Blues

Johnny Cashs Folsom Prison Blues wurde 1955 aufgenommen und noch im selben Jahr bei Sun Records veröffentlicht. Der Song zeigt klassische Elemente des Country/Blues und kann dem Genre des Rockabilly (Rock’n’Roll) zugeordnet werden. Inhaltlich befasst er sich mit einem Mann, welcher einen Mord begangen hat und dafür lebenslänglich im Gefängnis sitzen wird. Cash schrieb den Song während seiner Zeit bei der Air Force in Deutschland (also noch vor 1954).

Auch die Tatsache, dass der Song unter der Produktion von Sam Philips veröffentlich wurde ist erwähnenswert, denn dieser war einer der berühmtesten Produzenten zur Rock’n’Roll Zeit und entdeckte/förderte viele erfolgreiche Musiker wie Elvis Presley, Jerry Lee Lewis und eben auch Johnny Cash.

(Lh)

 

Elvis Presley – Blue Suede Shoes (1956)

Im Original von Carl Perkins, handelt der Song von einer Geschichte die Johnny Cash während seiner Stationierung in Deutschland erlebte[1]. Elvis Presley nahm seine Version für sein erstes Album auf. Der Song wurde nicht als Single ausgekoppelt und gelangte unglaublicherweise ausschliesslich durch Radio Airplay in die Singlecharts[2]. Seine Version, die schneller ist als das Original, gefiel Carl Perkins ausserordentlich gut[3].
(MR)

Quellen

[1] Franz Dobler: The Beast in me. Johnny Cash. Kunstmann, München 2002, ISBN 3-88897-302-3, S.70
[2] Alan Clayson & Spencer Leigh: Aspects of Elvis, Trying to Get to You, Sidgwick & Jackson, 1994, S. 108
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Suede_Shoes

http://en.wikipedia.org/wiki/You_Can%27t_Hurry_Love (Abgerufen: 21.10.13, 16:34)
http://en.wikipedia.org/wiki/Soul_music (Abgerufen: 21.10.13, 16:35)
http://en.wikipedia.org/wiki/Heartbreak_Hotel (Abgerufen: 21.10.13, 00:42)
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_meistverkauften_Singles_in_den_USA_%281956%29 (Abgerufen: 21.10.13, 00:43)
http://www.alinki.com/kategorien/3791/ (Abgerufen: 21.10.13)
http://de.wikipedia.org/wiki/Folsom_Prison_Blues (Abgerufen: 20.10.13, 18:10)
http://www.musikzimmer.ch/db_songs.php?ID=166 (Abgerufen: 20.10.13, 18:12)
http://www.allmusic.com/song/folsom-prison-blues-mt0027320404 (Abgerufen: 20.10.13, 18:16)
Covach, John und Flory, Andrew: What’s That Sound?: An Introduction to Rock and Its History. Norton: W. W. & Company, 2012.

 

 

Rock

Boston – More Than A Feeling

1976 erschien dieser Track und überzeugt mit schöner elektrischer Gitarrenmusik, begleitet von einer Bass-Gitarre und einem Schlagzeug. Es besteht aus einer typischen, aber sehr eingängigen Vers-Refrain-Form, die man im Genre des Rocks oft findet. Rock-Musik wird oft mit weissen Musikern assoziiert, was sie vom vorgängigen, von der Black Music abstammenden, Genre des R’n’B unterscheidet.

(nana)

 

Deep Purple – Smoke On The Water

Selbst diejenigen, denen der Titel des Songs auf den ersten Blick nichts sagt, werden spätestens wenn sie das charakteristische Gitarrenriff hören, wissend mit dem Kopf nicken: Ja, das Lied kenne ich.

Smoke On The Water ist ein Vertreter des Hard Rocks. Typisch für dieses Genre sind der 4/4-Takt und das Liedschema von Strophe, Zwischenspiel und Refrain, was in dem Song auch so vorzufinden ist. Des Weiteren enthalten viele Stücke ein Solo, im Fall von Smoke On The Water ist es das E-Gitarrensolo von Ritchie Blackmore und am Ende des Stückes das Orgelsolo von Jon Lord.

Deep Purple’s Smoke On The Water ist auch heute noch populär und wird in vielen Listen aufgeführt, wie beispielsweise in jener des Rolling Stone: The 500 Greatest Songs of All Time.

(dm)

 

Creedence Clearwater Revival – Bad Moon Rising

Die Musik von CCR, so auch Bad Moon Rising (erschienen: 1969), bilden einen Mix aus Rock, Country, Blues und Southern-Elementen – auch Swamp Rock genannt. Achtet man ausschließlich auf die melodischen Aspekte des Liedes, könnte man fast meinen, Bad Moon Rising sei ein Lied aus der Zeit des Rockabilly. Hört man sich jedoch die gesungenen Zeilen etwas genauer an, findet man ein typisches Merkmal der Rockmusik, nämlich die schweren, progressiven Themen, welche in den Lyrics behandelt werden. Zu Zeiten des Rock’n’Rolls hätte es solche fast schon apokalyptischen Texte, bei einer so fröhlich klingenden Musik, nicht gegeben. Typisch Rock ist an diesem Lied also der Text, in der Melodie findet sich eher ein Revival der Rock’n’Roll Zeit, was jedoch gut darstellt, dass sich Rock aus Rock’n’Roll entwickelt hat und wie die beiden Zeiten ineinander übergehen.

(Lh)

 

Black Sabbath – Iron Man (1970)

Der Song wurde vom 1970 erschienenen Album Paranoid ausgekoppelt und wird bis heute bei den Liveshows von Black Sabbath und Ozzy Osborne gespielt. Textlich handelt das Stück nicht vom Superhelden sondern beschäftigt sich mit Endzeitszenarien. Eingeleitet wird der Track durch ein stark verzeretes gesprochenes „I am Iron Man“, bevor das charakteristische Riff auftaucht. Im Jahr 200 erhielt die Band für den Song einen Grammy[1].
(MR)

Quellen

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Man_%28Lied%29

http://en.wikipedia.org/wiki/More_than_a_feeling (Abgerufen: 21.10.13, 16:40)
http://en.wikipedia.org/wiki/Rock_music (Abgerufen: 21.10.13, 16:40)
http://de.wikipedia.org/wiki/Hard_Rock#Musikalische_Stilmittel (Abgerufen: 21.10.13, 00:40)
http://www.rollingstone.com/music/lists/the-500-greatest-songs-of-all-time-20110407/deep-purple-smoke-on-the-water-20110526 (Abgerufen: 21.10.13)
http://en.wikipedia.org/wiki/Bad_Moon_Rising_%28song%29 (Abgerufen: 20.10.13, 18:20)
http://www.allmusic.com/song/bad-moon-rising-mt0011355792 (Abgerufen: 20.10.13, 18:20)
http://www.musikzimmer.ch/db_songs.php?ID=357 (Abgerufen: 20.10.13, 18:21)

 

 

Punk(-Rock)

Green Day – Basket Case

1993 erschienen, erklingt am Anfang dieses Tracks nur die Stimme des Leadsängers Billie Joe Armstrongs und seine Gitarre, was an die Anfänge des Punks und den sogenannten garage rock und seinen Gebrauch von wenigen Instrumenten , sodass die Musik ‚nackt’ zu sein schein, erinnert. Der Song handelt von einer Person, die sich selbst für verrückt hält und sich mit einer Angststörung und emotionaler Instabilität auseinanderzusetzen versucht. Dies sind Merkmale dessen, dass im Punk ganz andere Themen wie im Rock angesprochen werden – anstatt um Liebe und das schöne Leben geht es um Rebellion, um das Aufreissen von alten, einengenden Strukturen und das ansprechen von heikleren Themen.

(nana)

 

Sex Pistols – God Save The Queen

God Save The Queen wurde zu jener Zeit veröffentlicht, als Queen Elizabeth II gerade ihr silbernes Jubiläum feierte. Laut dem Schlagzeuger Paul Cook war der Song jedoch nicht in Hinsicht auf dieses Ereignis geschrieben worden. Das Lied erreichte seltsamerweise bloss Platz 2 bei den offiziellen UK Singles Charts, obwohl es sich besser verkaufte als der Track, der den 1. Platz besetzte.

God Save The Queen ist mit seinen aggressiven, konfrontativen Lyrics ein typischer Vertreter des Punk-Rocks. Die Sex Pistols thematisieren darin die politische Situation in England und malen eine düstere Zukunft. Typisch für dieses Genre ist auch die raue, unmodulierte Stimme des Sängers, in diesem Fall Johnny Rotten.

(dm)

 

The Clash – Death Or Glory

The Clash war wohl eine der erfolg- und einflussreichsten Punkbands aller Zeiten. Death or Glory ist ein Lied des Albums London Calling, welches 1979 veröffentlicht wurde und zahlreiche Stile wie z.B. Punkrock, Rockabilly, Reggae in sich vereint. Die musikalischen Fertigkeiten von The Clash sind für die eigentliche Punk-Bewegung zwar fast schon zu hoch, ihre Texte (so auch Death or Glory) jedoch sehr repräsentativ für diese Zeit. Es wird Rebellion ausgedrückt und eine Abgrenzung zu vorherigen Musikstilen vorgenommen, was Death or Glory auf eine fast schon satirische Art und Weise tut. Die Akkordfolgen und die Melodie sind einprägsam und zeigen, dass Punk nicht nur für Krach, sondern eben auch für musikalisch ausdifferenzierte Sounds steht.

 

Killing Joke – Eighties (1984)

Killing Joke beschreiben ihre Musik als „Klang der Erde, wenn sie kotzt“[1]. Obwohl ihnen der grosse Durchbruch bis heute verwehrt blieb wäre die Rock-und Metalszene in ihrer heutigen Form vermutlich undenkbar, berufen sich doch Grössen wie Nirvana, Metallica, Korn, Rammstein oder auch Marilyn Manson auf den grossen Einfluss der Band: Man vergleiche die beiden Bassriffs von „Eighties“ und „Come as you are“. „Eighties“ enthält einerseits die sozialkritischen Texte welche für Punk und New Wave typisch sind, besticht aber auch durch eine gewisse Tanzbarkeit[2].
(MR)

Quellen

[1] http://www.allmusic.com/song/eighties-mt0002585325
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Eighties_%28song%29

http://en.wikipedia.org/wiki/Basket_Case_(song) (Abgerufen: 21.10.13, 16:43)
http://en.wikipedia.org/wiki/Punk_rock (Abgerufen: 21.12.13, 16:43)
http://www.songfacts.com/detail.php?id=1621 (Abgerufen: 21.10.13)
http://en.wikipedia.org/wiki/God_Save_the_Queen_%28Sex_Pistols_song%29 (Abgerufen: 21.10.13, 00:45)
http://www.songfacts.com/detail.php?id=1621 (Abgerufen: 21.10.13)
http://de.wikipedia.org/wiki/Punk_%28Musik%29 (Abgerufen: 21.10.13, 00:46)
http://www.allmusic.com/song/death-or-glory-mt0004889074 (Abgerufen: 20.10.13, 18:30)
http://en.wikipedia.org/wiki/Death_or_Glory_%28song%29 (Abgerufen: 20.10.13, 18:31)

 

 

HipHop/Electro/Techno/House

Fatboy Slim – Weapon Of Choice

Berühmt ist dieser im Jahr 2001 erschienene Song hauptsächlich durch das dazugehörige Video geworden, musikalisch gesehen gehört er zur elektronischen Tanzmusik, die ihre Einflüsse aus z.B. Hip Hop, Techno und House bezieht. In seinem Lied sampelte Fatboy Slim verschiedene Parts aus anderen Musiktracks, was in dem Genre gerne gemacht wird. Vorgetragen wird dies vom Funk-Sänger Bootsy Collin, dessen Stimme im Verlauf des Liedes zum Teil technisch vertieft wurde. Eine Technik, die in der elektronischen Musik gerne zum Zug kommt.

(nana)

 

Run-D.M.C. – It’s tricky

It’s Tricky erreichte Platz 57 bei  Billboard Hot 100 und Platz 21 bei Hot R&B/Hip-Hop Songs.

Im Jahr 2006 wurde Run–D.M.C. von The Knack, einer New Wave Band, verklagt, weil sie ohne Erlaubnis eine ihrer Singles in ihrem Lied It’s Tricky gesampelt hatten. Dies war ein beliebter Trick von Run–D.M.C. Ihr Ziel war es, einen Wiedererkennungswert in ihren Liedern zu haben und sie einem breiten Publikum schmackhaft zu machen und dies zu einer Zeit, in der Hip hop noch als blosse Modeerscheinung angesehen wurde. Gleichzeitig ist das Sampling auch eine typische Eigenschaft des Hiphops, sowie Rap, der in It’s Tricky auch nicht zu kurz kommt.

(dm)

 

Afrika Bambaataa – Planet Rock

Planet Rock, erschienen 1982, ist wohl einer der einflussreichsten Songs für die Musikstile des HipHop und des Elektrofunk. Afrika Bambaataa verwendet in seinem Song verschiedenen Samplings, u.a. von Liedern der Band Kraftwerk (Trans-Europe Express und Numbers). Durch die Verwendung eines Synthesizers, sowie des Breakbeats wirkt Planet Rock elektrisch, jedoch auch sehr funkig. Der Text wird gerapt, wodurch auch ein klarer Bezug zum HipHop hergestellt werden kann. Afrika Bambaataa schafft es, in einem Song sehr viele Stilrichtungen zu vereinen und leistet somit Pionierarbeit für die weitere Entwicklung der Elektro-, sowie HipHopmusik.

(Lh)

 

Sugarhill Gang – Rapper’s Delight (1979)

Der erste international-kommerziell erfolgreiche Hip Hop Song welcher der noch jungen Stilrichtung die Türen zur Musikindustrie öffnete. Fällt die Singleversion mit knapp über 4 Minuten normal lang aus, dauert die Albumversion beinahe eine Viertelstunde[1]. Beat und Basslinie des Songs basieren auf Good Times von Chic aus demselben Jahr[2]. Der Song wurde unzählige Male gecovert oder auf andere Weise verwendet, unter anderem von Falco 1986.
(MR)

Quellen

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Rapper%E2%80%99s_Delight
[2] http://www.tagesspiegel.de/kultur/meins-bleibt-meins-wie-es-singt-und-lacht-dreistigkeit-kann-teuer-werden-der-fall-bushido/1725578.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Weapon_of_Choice (Abgerufen: 21.10.13, 16:44)
http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Beat (Abgerufen: 21.10.13, 16:44)
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Knack (Abgerufen: 21.10.13, 00:47)
http://www.songfacts.com/detail.php?id=3173 (Abgerufen: 21.10.13, 00:47)
http://en.wikipedia.org/wiki/Hip_hop_music (Abgerufen: 21.10.13, 00:47)
http://www.whosampled.com/Planet-Rock/Afrika-Bambaataa/ (Abgerufen: 20.10.13, 18:41)
http://www.allmusic.com/song/planet-rock-mt0000594680 (Abgerufen: 20.10.13, 18:41)
http://en.wikipedia.org/wiki/Planet_Rock_%28song%29 (Abgerufen: 20.10.13, 18:41)