Action Bronson: Blue Chips 2 (2013)

action-bronson

Eine ruhige, langweilige Autofahrt, im Radio läuft irgend ein Lied, nichts Besonderes. – Doch dann beginnt jemand auf dem Rücksitz zum Lied aus dem Radio zu rappen. Es ist vorbei mit der Ruhe, der Langeweile weicht Gelächter und der Unterhaltungswert der Fahrt steigt.
Action Bronson müsste dieser Jemand sein, der mit einer Leichtigkeit über die von Youtube stammenden Samples rappt.1 Party Supplies, der das Album produziert hat, macht sich nicht die Mühe, die Herkunft seiner Samples zu vertuschen. Eher umgekehrt. So rapt Bronson im Lied Silverado leicht erkennbar über den geloopten Anfang von Elton Johns „Island Girl“, in „Pepe Lopez“ über den Partyhit „Tequilla“ von the Champs,  und  in „Through the eyes of a G“ über den geloopten Beginn von Quincy Jones „Summer in the city“.2 Neben der leichten Erkennbarkeit der Samples, sind es aber vor allem die Reime, die den grossen Unterhaltungswert des Mixtapes ausmachen. Auch wenn die sonst so üblichen Foodporn Referenzen spärlicher ausfallen, so rapt er immer vor allem über das Highwerden, Nutten charmieren und Geld schmuggeln3 Aber nicht nur; die eingestreuten Metaphern, zur rapüblichen Selbststilisierung, sind oft von einer seltenen Absurdität und seine Punchlines kommen oft ohne dramaturgische Klimax aus dem Nichts. Zum Glück kommt dabei auch die Selbstironie nicht zu kurz, wenn er rappt, „why the fu** would i have a bodyguard, when I look like the muthafu**ing bodyguard“.

Action Bronson, der Sohn eines albanischen Immigranten und einer New Yorker Jüdin, dessen Stil oft mit dem von Ghostface Killer verglichen wurde, emanzipiert sich zusehends von diesem Vergleich und manifestiert mit diesem Mixtape seine Eigensinnigkeit. Es ist sein achtes Projekt in den letzten drei Jahren und bei so einem Output muss man mitunter zügig arbeiten. Dies hört man Blue Chips auch an, es ist kein konzeptionell durchdachtes Album. Frei vom Anspruch ein Meisterwerk liefern zu müssen, ist es vielmehr ein Mixtape, dass mit einer eigenwilligen Leichtigkeit daherkommt und mit einer Prise Absurdität bestens unterhält. (Stg)

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=O5KtVd07fcc[/youtube]

Eminem: The Marshall Mathers LP 2

Cover des Albums

Cover des Albums „The Marshall Mathers LP 2″

Lange geplant und immer wieder verschoben wurde der Erscheinungstermin des neuen, mit Spannung erwarteten Albums des Rappers aus Detroit, an dem nicht weniger als 18 Produzenten beteiligt waren.1 Das Album trägt den selben Titel wie Eminems im Jahre 2000 erschienenes Album, soll jedoch gar kein Sequel desselben sein. Eminem hat diesen Titel nicht gewählt, um dieses Album zu einem Sequel zu machen, sondern aus Nostalgie. So erklärte er dem Rolling Stone: „To me, it’s more about the vibe, and it’s more about the nostalgia.“2

Der erste Track des Albums – „Bad Guy“ – stellt die Verbindung zu seinem früheren Hit „Stan“ her, die Atmosphäre ist aggressiv und geisterhaft, man spürt die Wut des Jungen, den Eminem in diesem Lied verkörpert. Der Chorus wird, wie auch auffällig in einigen der anderen Tracks wie „Survival“, „A**hole“ und „The Monster“, von einer Sängerin gesungen. Doch wer von Eminem nur frühere parodische, rebellische, aggressive kennt, findet auf diesem Album durchaus auch sanftere Töne. In „Stronger than I was“ wird der Rapper sentimentaler, besingt die Trauer die das Ende einer Beziehung bringen kann. Der Track geht unter die Haut, mit den fast schon gepressten Passagen, die Eminem gekonnt halb singt, halb rappt. Ebenfalls aus seinen früheren Mustern ausbrechend ist der Track „Headlights“, in welchem Eminem mit relativ ruhiger Stimme und der Begleitung von Nate Ruess (der Sänger von fun.) eine Versöhnungserklärung an seine Mutter, mit der er seit Jahren verstritten ist, richtet. Die Stimme von Nate Ruess gibt dem Track eine melancholische Note, die, zusammen mit Eminems Rap, eine Entschuldigung mit Nachdruck bildet.

Auf dem Album gibt es einige Tracks, in denen Eminem alte Songs samplet, wie z.B. in „Berzerk“, dem mit Rick Rubins produzierten Song, in welchem er Tracks von den Beastie Boys, Billy Squier und Naughty by Nature einflechtet. Insgesamt 8 Songs des Albums enthalten Samples aus anderen Tracks und in praktisch jedem arbeitet er mit anderen Sängern zusammen (u.a. mit Rihanna in „The Monster“).3

Auch wenn Eminem in seinem Album andere Töne anschlägt und uns Stoff zum Nachdenken gibt, zeigt er, dass der Junge aus Detroit reifer geworden ist, jedoch gibt es immer noch Spuren seines Alter-Egos Slim Shady und das ist auch gut so. Ein Kritikpunkt wäre jedoch, dass die Tracks (meist länger wie vier Minuten) zum Teil zu stark in die Länge gezogen werden. Alles in allem ist Eminem immer noch ein grossartiger Songwriter, kann einen mit seinen schnellen Raps (wie z.B. in „Rap God“) aus den Socken hauen und auch wenn einige behaupten mögen, er sei noch nicht in der heutigen Zeit angekommen, so ist dies vielleicht genau das, was er bezweckt und in seinem Song „Berzerk“ auch besingt: „Let’s take it back to straigt hip-hop and start it from scratch.“

(nana)

Lyrics von: http://rapgenius.com/albums/Eminem/The-marshall-mathers-lp-2 (Abgerufen Januar 2014)

http://juice.de/review-eminem-the-marshall-mathers-lp2/ (Abgerufen am 12. Januar 2014)

http://noisey.vice.com/de/read/die-marshall-mathers-lp-2-ist-das-album-auf-das-alle-eminem-stans-gewartet-haben (Abgerufen am 12. Januar 2014)

http://www.popmatters.com/review/176302-eminem-the-marshall-mathers-lp-2-take-two/ (Abgerufen am: 12. Januar 2014)

http://meinrap.de/2013/11/08/eminem-the-marshall-mathers-lp-2-review/ (Abgerufen am 12. Januar 2014)

http://pitchfork.com/reviews/albums/18733-eminem-the-marshall-mathers-lp-2/ (Abgerufen am 12. Januar 2014)

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Marshall_Mathers_LP_2 (Abgerufen: Januar 2014)

Rezension: Death Grips – Government Plates

Das Trio Death Grips aus Sacramento, bestehend aus Rapper Stefan Burnett, Schlagzeuger Zach Hill und Produzent Andy Morin1, hat mit „Government Plates“ im November 2013 ihr drittes Studioalbum innerhalb von nur 18 Monaten veröffentlicht. Nach ihrem Debüt „The Money Store“, dem durchs Band positive Kritik beschieden war2, begann die Band ihre Musik als Skandal zu inszenieren. Es folgten Konzertabsagen, ein selbst-veröffentlichtes zweites Album mit Penis-Cover („No Love Deep Web“) trotz eines laufenden Vertrags mit dem Label Epic, der Rausschmiss bei Epic, öffentliche Gehässigkeiten gegen das Label.

deathgrips

Vielleicht mit Recht mutmasst Spin-Rezensent Grayson Currin, dass brave Death Grips inzwischen noch immer einen Vertrag bei Epic hätten, aber ihnen ständig die Kündigung drohte weil ihre Musik nicht besonders gut zu vermarkten („not especially marketable“) sei.3. Durch die Inszenierung als Skandal aber, wurde auch ihrem dritten Album Government Plates grosse Aufmerksamkeit zuteil.

Und die Musik?

„Music without a past about a present with no future“ sei es, schreibt Pitchfork-Rezensent Ian Cohen4, Musik ohne narrativen Kontext, ohne Referenzen, ohne Ideal. „Fuck your idols suck my dick“ singt die Band selbst zur Bestätigung in „Two Heavens“. Und tatsächlich fällt es schwer, die merkwürdig zerstückelten Tracks, einzuordnen. Es sind Collagen aus nervös-radikalem Rap, amorphen Klangfetzen und dissonantem Noise, die manchmal geradezu hässlich und hörerfeindlich anmuten5. Darin aber liegt auch der Reiz dieser einzigartigen neuen Musik, die sich allen Vorbildern und Genrezuweisungen bisher erfolgreich zu entziehen versucht.


Rezension: Lorde – Pure Heroine

LORDE – PURE HEROINE

Liest man ohne jegliche Vorkenntnisse den Titel des Albums und den Namen der Interpretin, würde man wohl nicht davon ausgehen, dass sich dahinter ein gerade einmal 17-jähriges Mädchen versteckt. Erklingen dann die ersten Töne des Songs „Tennis Court“ findet man noch weniger Gründe dafür anzunehmen, dass die Sängerin wirklich noch ein Mädchen ist.

Lorde, die in Neuseeland unter dem Namen Ella Yelich-O’Connor geborene Sängerin, ist wohl eine der ungewöhnlichsten Newcomerinnen des Jahres 2013. Ihre poppigen, von Elektro und Rap angehauchten Songs, die mit ihrer rauchigen, fast schon lustlos klingenden Stimme gesungen sind, erinnern direkt an Lana Del Rey, ohne dass sie deswegen ein Abklatsch wäre. Bekannt wurde sie übers Internet mit dem Song „Royals“. Ein einfacher Beat und ihre spezielle Stimme lassen dieses Lied direkt ins Ohr gehen.

Schon allein die Tatsache, dass die junge Frau alle Songs auf dem Album selbst geschrieben hat, beweist ihr großes Potenzial. Lorde will eine Botschaft vermitteln.
Achtet man auf die Texte, so offenbaren sich für ein so junges Mädchen sehr ernste gesellschaftskritische Töne.
Sie singt Lorde vor allem über die neue Pop-Generation – sich selbst eingeschlossen -, die nach Ruhm und Anerkennung strebt und deren Träume doch zu häufig zerplatzen. Doch gleichzeitig distanziert sich die Sängerin vom Mainstream und betont mehrmals, dass sie einfach nur gelangweilt sei.

„Don’t you think that it’s boring how people talk
Making smart with their words again, well I’m bored“
lauten die ersten Zeilen des Albums.

Es ist mutig von einer 17-jährigen, solche „Wahrheiten“ so unverblümt auszudrücken und dahinter zu stehen. Die nüchternen und teilweise sehr kalten Klänge des Albums werden zu Grundbausteinen für Erzählungen aus Lordes Teenagerzeit.
Sie steht musikalisch auf der gegenüberliegenden Seite von Teenstars wie Justin Bieber. So erzählt der Song „White Teeth Teens“ von Jugendlichen, die mit ihren weißen Zähnen für Perfektion in der medialen Öffentlichkeit stehen und einfach nur glatt gebügelt sind. So möchte Lorde nicht sein und das kaufen ihr ihre Fans in jeder Sekunde ab.

Dennoch ist zu vermerken, dass man in jedem Song des Albums ähnliche musikalische sowie lyrische Komponenten entdeckt. Trotz dem sehr reifen und rebellischen Unterton, welcher sich durch das gesamte Werk zieht, bleibt ein teilweise oberflächlicher und fader Nachgeschmack.

(Lh)

Kommentierte Playlist

Rock’n’Roll/Rhythm and Blues/Country/Rockabilly

Diana Ross and the Surpremes – You Can’t Hurry Love

In diesem 1966 erschienen Track geht es darum, dass eine Mutter ihrer Tochter den Rat gibt, dass man Liebe nicht erzwingen kann, sondern geduldig sein muss. Diese Lyrics entspringen höchstwahrscheinlich aus Gospel-Phrasen, welche im Soul und R’n’B einen grossen Einfluss fanden. Ausserdem setzt der Song auf treibende Rhythmen und einen eingängigen Gesang, der zum Tanzen einlädt, wie das vom Hörerpublikum der damaligen Zeit sehr geschätzt wurde.

(nana)

 

Elvis Presley – Heartbreak Hotel

Heartbreak Hotel war Elvis Presleys erste Single für seine neue Plattenfirma RCA. Der Song wurde vor allem dank seiner Auftritte in der Fernsehshow Stage Show bekannt und avancierte zur meistverkauften Single von 1956.

Heartbreak Hotel gehört zum Genre des Rock’n’Roll. Bei diesem Genre stand nicht bloss die Musik im Vordergrund, sondern die Performance war ebenfalls von grosser Wichtigkeit. Elvis Presley ist dementsprechend ein klassischer Vertreter des Rock’n’Roll, schliesslich er sah gut aus und hatte Sexappeal. Bei seinen Auftritten im Fernsehen verband er sein musikalisches Können gleichzeitig mit einem visuellen Spektakel. Im Lied finden des weiteren Instrumente Verwendung, die typisch sind für Rock’n’Roll wie beispielsweise Gitarre, Schlagzeug, Kontrabass und noch einige mehr.

Um zu verstehen, wie Elvis mit seinen Auftritten die Zuschauer derart in seinen Bann ziehen konnte, ist es auch empfehlenswert, sich dieses Video anzuschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=QK2jWI5f1RY

(dm)

 

Johnny Cash – Folsom Prison Blues

Johnny Cashs Folsom Prison Blues wurde 1955 aufgenommen und noch im selben Jahr bei Sun Records veröffentlicht. Der Song zeigt klassische Elemente des Country/Blues und kann dem Genre des Rockabilly (Rock’n’Roll) zugeordnet werden. Inhaltlich befasst er sich mit einem Mann, welcher einen Mord begangen hat und dafür lebenslänglich im Gefängnis sitzen wird. Cash schrieb den Song während seiner Zeit bei der Air Force in Deutschland (also noch vor 1954).

Auch die Tatsache, dass der Song unter der Produktion von Sam Philips veröffentlich wurde ist erwähnenswert, denn dieser war einer der berühmtesten Produzenten zur Rock’n’Roll Zeit und entdeckte/förderte viele erfolgreiche Musiker wie Elvis Presley, Jerry Lee Lewis und eben auch Johnny Cash.

(Lh)

 

Elvis Presley – Blue Suede Shoes (1956)

Im Original von Carl Perkins, handelt der Song von einer Geschichte die Johnny Cash während seiner Stationierung in Deutschland erlebte[1]. Elvis Presley nahm seine Version für sein erstes Album auf. Der Song wurde nicht als Single ausgekoppelt und gelangte unglaublicherweise ausschliesslich durch Radio Airplay in die Singlecharts[2]. Seine Version, die schneller ist als das Original, gefiel Carl Perkins ausserordentlich gut[3].
(MR)

Quellen

[1] Franz Dobler: The Beast in me. Johnny Cash. Kunstmann, München 2002, ISBN 3-88897-302-3, S.70
[2] Alan Clayson & Spencer Leigh: Aspects of Elvis, Trying to Get to You, Sidgwick & Jackson, 1994, S. 108
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Suede_Shoes

http://en.wikipedia.org/wiki/You_Can%27t_Hurry_Love (Abgerufen: 21.10.13, 16:34)
http://en.wikipedia.org/wiki/Soul_music (Abgerufen: 21.10.13, 16:35)
http://en.wikipedia.org/wiki/Heartbreak_Hotel (Abgerufen: 21.10.13, 00:42)
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_meistverkauften_Singles_in_den_USA_%281956%29 (Abgerufen: 21.10.13, 00:43)
http://www.alinki.com/kategorien/3791/ (Abgerufen: 21.10.13)
http://de.wikipedia.org/wiki/Folsom_Prison_Blues (Abgerufen: 20.10.13, 18:10)
http://www.musikzimmer.ch/db_songs.php?ID=166 (Abgerufen: 20.10.13, 18:12)
http://www.allmusic.com/song/folsom-prison-blues-mt0027320404 (Abgerufen: 20.10.13, 18:16)
Covach, John und Flory, Andrew: What’s That Sound?: An Introduction to Rock and Its History. Norton: W. W. & Company, 2012.

 

 

Rock

Boston – More Than A Feeling

1976 erschien dieser Track und überzeugt mit schöner elektrischer Gitarrenmusik, begleitet von einer Bass-Gitarre und einem Schlagzeug. Es besteht aus einer typischen, aber sehr eingängigen Vers-Refrain-Form, die man im Genre des Rocks oft findet. Rock-Musik wird oft mit weissen Musikern assoziiert, was sie vom vorgängigen, von der Black Music abstammenden, Genre des R’n’B unterscheidet.

(nana)

 

Deep Purple – Smoke On The Water

Selbst diejenigen, denen der Titel des Songs auf den ersten Blick nichts sagt, werden spätestens wenn sie das charakteristische Gitarrenriff hören, wissend mit dem Kopf nicken: Ja, das Lied kenne ich.

Smoke On The Water ist ein Vertreter des Hard Rocks. Typisch für dieses Genre sind der 4/4-Takt und das Liedschema von Strophe, Zwischenspiel und Refrain, was in dem Song auch so vorzufinden ist. Des Weiteren enthalten viele Stücke ein Solo, im Fall von Smoke On The Water ist es das E-Gitarrensolo von Ritchie Blackmore und am Ende des Stückes das Orgelsolo von Jon Lord.

Deep Purple’s Smoke On The Water ist auch heute noch populär und wird in vielen Listen aufgeführt, wie beispielsweise in jener des Rolling Stone: The 500 Greatest Songs of All Time.

(dm)

 

Creedence Clearwater Revival – Bad Moon Rising

Die Musik von CCR, so auch Bad Moon Rising (erschienen: 1969), bilden einen Mix aus Rock, Country, Blues und Southern-Elementen – auch Swamp Rock genannt. Achtet man ausschließlich auf die melodischen Aspekte des Liedes, könnte man fast meinen, Bad Moon Rising sei ein Lied aus der Zeit des Rockabilly. Hört man sich jedoch die gesungenen Zeilen etwas genauer an, findet man ein typisches Merkmal der Rockmusik, nämlich die schweren, progressiven Themen, welche in den Lyrics behandelt werden. Zu Zeiten des Rock’n’Rolls hätte es solche fast schon apokalyptischen Texte, bei einer so fröhlich klingenden Musik, nicht gegeben. Typisch Rock ist an diesem Lied also der Text, in der Melodie findet sich eher ein Revival der Rock’n’Roll Zeit, was jedoch gut darstellt, dass sich Rock aus Rock’n’Roll entwickelt hat und wie die beiden Zeiten ineinander übergehen.

(Lh)

 

Black Sabbath – Iron Man (1970)

Der Song wurde vom 1970 erschienenen Album Paranoid ausgekoppelt und wird bis heute bei den Liveshows von Black Sabbath und Ozzy Osborne gespielt. Textlich handelt das Stück nicht vom Superhelden sondern beschäftigt sich mit Endzeitszenarien. Eingeleitet wird der Track durch ein stark verzeretes gesprochenes „I am Iron Man“, bevor das charakteristische Riff auftaucht. Im Jahr 200 erhielt die Band für den Song einen Grammy[1].
(MR)

Quellen

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Man_%28Lied%29

http://en.wikipedia.org/wiki/More_than_a_feeling (Abgerufen: 21.10.13, 16:40)
http://en.wikipedia.org/wiki/Rock_music (Abgerufen: 21.10.13, 16:40)
http://de.wikipedia.org/wiki/Hard_Rock#Musikalische_Stilmittel (Abgerufen: 21.10.13, 00:40)
http://www.rollingstone.com/music/lists/the-500-greatest-songs-of-all-time-20110407/deep-purple-smoke-on-the-water-20110526 (Abgerufen: 21.10.13)
http://en.wikipedia.org/wiki/Bad_Moon_Rising_%28song%29 (Abgerufen: 20.10.13, 18:20)
http://www.allmusic.com/song/bad-moon-rising-mt0011355792 (Abgerufen: 20.10.13, 18:20)
http://www.musikzimmer.ch/db_songs.php?ID=357 (Abgerufen: 20.10.13, 18:21)

 

 

Punk(-Rock)

Green Day – Basket Case

1993 erschienen, erklingt am Anfang dieses Tracks nur die Stimme des Leadsängers Billie Joe Armstrongs und seine Gitarre, was an die Anfänge des Punks und den sogenannten garage rock und seinen Gebrauch von wenigen Instrumenten , sodass die Musik ‚nackt’ zu sein schein, erinnert. Der Song handelt von einer Person, die sich selbst für verrückt hält und sich mit einer Angststörung und emotionaler Instabilität auseinanderzusetzen versucht. Dies sind Merkmale dessen, dass im Punk ganz andere Themen wie im Rock angesprochen werden – anstatt um Liebe und das schöne Leben geht es um Rebellion, um das Aufreissen von alten, einengenden Strukturen und das ansprechen von heikleren Themen.

(nana)

 

Sex Pistols – God Save The Queen

God Save The Queen wurde zu jener Zeit veröffentlicht, als Queen Elizabeth II gerade ihr silbernes Jubiläum feierte. Laut dem Schlagzeuger Paul Cook war der Song jedoch nicht in Hinsicht auf dieses Ereignis geschrieben worden. Das Lied erreichte seltsamerweise bloss Platz 2 bei den offiziellen UK Singles Charts, obwohl es sich besser verkaufte als der Track, der den 1. Platz besetzte.

God Save The Queen ist mit seinen aggressiven, konfrontativen Lyrics ein typischer Vertreter des Punk-Rocks. Die Sex Pistols thematisieren darin die politische Situation in England und malen eine düstere Zukunft. Typisch für dieses Genre ist auch die raue, unmodulierte Stimme des Sängers, in diesem Fall Johnny Rotten.

(dm)

 

The Clash – Death Or Glory

The Clash war wohl eine der erfolg- und einflussreichsten Punkbands aller Zeiten. Death or Glory ist ein Lied des Albums London Calling, welches 1979 veröffentlicht wurde und zahlreiche Stile wie z.B. Punkrock, Rockabilly, Reggae in sich vereint. Die musikalischen Fertigkeiten von The Clash sind für die eigentliche Punk-Bewegung zwar fast schon zu hoch, ihre Texte (so auch Death or Glory) jedoch sehr repräsentativ für diese Zeit. Es wird Rebellion ausgedrückt und eine Abgrenzung zu vorherigen Musikstilen vorgenommen, was Death or Glory auf eine fast schon satirische Art und Weise tut. Die Akkordfolgen und die Melodie sind einprägsam und zeigen, dass Punk nicht nur für Krach, sondern eben auch für musikalisch ausdifferenzierte Sounds steht.

 

Killing Joke – Eighties (1984)

Killing Joke beschreiben ihre Musik als „Klang der Erde, wenn sie kotzt“[1]. Obwohl ihnen der grosse Durchbruch bis heute verwehrt blieb wäre die Rock-und Metalszene in ihrer heutigen Form vermutlich undenkbar, berufen sich doch Grössen wie Nirvana, Metallica, Korn, Rammstein oder auch Marilyn Manson auf den grossen Einfluss der Band: Man vergleiche die beiden Bassriffs von „Eighties“ und „Come as you are“. „Eighties“ enthält einerseits die sozialkritischen Texte welche für Punk und New Wave typisch sind, besticht aber auch durch eine gewisse Tanzbarkeit[2].
(MR)

Quellen

[1] http://www.allmusic.com/song/eighties-mt0002585325
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Eighties_%28song%29

http://en.wikipedia.org/wiki/Basket_Case_(song) (Abgerufen: 21.10.13, 16:43)
http://en.wikipedia.org/wiki/Punk_rock (Abgerufen: 21.12.13, 16:43)
http://www.songfacts.com/detail.php?id=1621 (Abgerufen: 21.10.13)
http://en.wikipedia.org/wiki/God_Save_the_Queen_%28Sex_Pistols_song%29 (Abgerufen: 21.10.13, 00:45)
http://www.songfacts.com/detail.php?id=1621 (Abgerufen: 21.10.13)
http://de.wikipedia.org/wiki/Punk_%28Musik%29 (Abgerufen: 21.10.13, 00:46)
http://www.allmusic.com/song/death-or-glory-mt0004889074 (Abgerufen: 20.10.13, 18:30)
http://en.wikipedia.org/wiki/Death_or_Glory_%28song%29 (Abgerufen: 20.10.13, 18:31)

 

 

HipHop/Electro/Techno/House

Fatboy Slim – Weapon Of Choice

Berühmt ist dieser im Jahr 2001 erschienene Song hauptsächlich durch das dazugehörige Video geworden, musikalisch gesehen gehört er zur elektronischen Tanzmusik, die ihre Einflüsse aus z.B. Hip Hop, Techno und House bezieht. In seinem Lied sampelte Fatboy Slim verschiedene Parts aus anderen Musiktracks, was in dem Genre gerne gemacht wird. Vorgetragen wird dies vom Funk-Sänger Bootsy Collin, dessen Stimme im Verlauf des Liedes zum Teil technisch vertieft wurde. Eine Technik, die in der elektronischen Musik gerne zum Zug kommt.

(nana)

 

Run-D.M.C. – It’s tricky

It’s Tricky erreichte Platz 57 bei  Billboard Hot 100 und Platz 21 bei Hot R&B/Hip-Hop Songs.

Im Jahr 2006 wurde Run–D.M.C. von The Knack, einer New Wave Band, verklagt, weil sie ohne Erlaubnis eine ihrer Singles in ihrem Lied It’s Tricky gesampelt hatten. Dies war ein beliebter Trick von Run–D.M.C. Ihr Ziel war es, einen Wiedererkennungswert in ihren Liedern zu haben und sie einem breiten Publikum schmackhaft zu machen und dies zu einer Zeit, in der Hip hop noch als blosse Modeerscheinung angesehen wurde. Gleichzeitig ist das Sampling auch eine typische Eigenschaft des Hiphops, sowie Rap, der in It’s Tricky auch nicht zu kurz kommt.

(dm)

 

Afrika Bambaataa – Planet Rock

Planet Rock, erschienen 1982, ist wohl einer der einflussreichsten Songs für die Musikstile des HipHop und des Elektrofunk. Afrika Bambaataa verwendet in seinem Song verschiedenen Samplings, u.a. von Liedern der Band Kraftwerk (Trans-Europe Express und Numbers). Durch die Verwendung eines Synthesizers, sowie des Breakbeats wirkt Planet Rock elektrisch, jedoch auch sehr funkig. Der Text wird gerapt, wodurch auch ein klarer Bezug zum HipHop hergestellt werden kann. Afrika Bambaataa schafft es, in einem Song sehr viele Stilrichtungen zu vereinen und leistet somit Pionierarbeit für die weitere Entwicklung der Elektro-, sowie HipHopmusik.

(Lh)

 

Sugarhill Gang – Rapper’s Delight (1979)

Der erste international-kommerziell erfolgreiche Hip Hop Song welcher der noch jungen Stilrichtung die Türen zur Musikindustrie öffnete. Fällt die Singleversion mit knapp über 4 Minuten normal lang aus, dauert die Albumversion beinahe eine Viertelstunde[1]. Beat und Basslinie des Songs basieren auf Good Times von Chic aus demselben Jahr[2]. Der Song wurde unzählige Male gecovert oder auf andere Weise verwendet, unter anderem von Falco 1986.
(MR)

Quellen

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Rapper%E2%80%99s_Delight
[2] http://www.tagesspiegel.de/kultur/meins-bleibt-meins-wie-es-singt-und-lacht-dreistigkeit-kann-teuer-werden-der-fall-bushido/1725578.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Weapon_of_Choice (Abgerufen: 21.10.13, 16:44)
http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Beat (Abgerufen: 21.10.13, 16:44)
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Knack (Abgerufen: 21.10.13, 00:47)
http://www.songfacts.com/detail.php?id=3173 (Abgerufen: 21.10.13, 00:47)
http://en.wikipedia.org/wiki/Hip_hop_music (Abgerufen: 21.10.13, 00:47)
http://www.whosampled.com/Planet-Rock/Afrika-Bambaataa/ (Abgerufen: 20.10.13, 18:41)
http://www.allmusic.com/song/planet-rock-mt0000594680 (Abgerufen: 20.10.13, 18:41)
http://en.wikipedia.org/wiki/Planet_Rock_%28song%29 (Abgerufen: 20.10.13, 18:41)