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ERC Consolidator Grants: zwei Forscherinnen an der Philosophischen Fakultät ausgezeichnet

Mit der 2012 eingeführten Preiskategorie sollen vielversprechende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit erhalten, exzellente Forschungsteams aufzubauen und zu etablieren. Neben einem Projekt aus der Krebsforschung werden an der Universität Zürich das Projekt «Acquistion processes in maximally diverse languages: Min(d)ing the ambient language» von Dr. Sabine Stoll, Leiterin des Psycholinguistischen Laboratoriums am Institut für Vergleichende Sprachwissenschaft, sowie das Projekt «Performance-Art in Eastern Europa (1950–1990): History and Theory» von Prof. Dr. Sylvia Sasse, ordentliche Professorin für Slavische Literaturwissenschaft am Slavischen Seminar, mit jeweils rund 2.5 Millionen Franken unterstützt.

Medienmitteilung

Forschungsdatenbank

Informationen zu den Forschungsprojekten an der Philosophischen Fakultät enthält die

Forschungsdatenbank der UZH
LERU

Die Universität Zürich ist Mitglied in der League of European Research Universities (LERU).

LERU

Forschungsschwerpunkte

Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS / NCCR)
Universitäre Forschungsschwerpunkte (UFSP)
Fakultäre Forschungsschwerpunkte

Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS / NCCR)

Im Auftrag des Bundes fördert der Schweizerische Nationalfonds (SNF) seit 2001 nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) bzw. National Centers of Competence in Research (NCCR) als langfristig angelegte Forschungsvorhaben von höchster Qualität und mit besonderer Gewichtung interdisziplinärer, aber auch neuer, innovativer Ansätze innerhalb der beteiligten Disziplinen. Die Philosophische Fakultät ist an zwei der sechs NFS beteiligt, bei denen die UZH Leading House ist.

NFS Herausforderungen für die Demokratie im 21. Jahrhundert / NCCR Democracy

Gut funktionierende demokratische Prozesse und Institutionen sind wesentliche Grundlagen für politische Legitimität, soziale Stabilität, wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand. Heutzutage ist die Demokratie jedoch mit zahlreichen Herausforderungen der Globalisierung und Mediatisierung konfrontiert. Seit Oktober 2005 arbeiten Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Disziplinen im NFS Herausforderungen für die Demokratie im 21. Jahrhundert zusammen, um die Konsequenzen dieser Entwicklungen für die Demokratie zu untersuchen.

NFS Herausforderungen für die Demokratie im 21. Jahrhundert

NFS Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen / NCCR Mediality

Der NFS Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen beschäftigt sich mit der Geschichtlichkeit von Medien und Medialität. Sein Interesse gilt Kommunikations-, Übertragungs- und Wahrnehmungsformen vor den dominanten Massenmedien und vor den modernen teleologisch und technologisch orientierten Mediendiskursen, deren Historizität meist nicht weiter als bis zur Einführung von Film, Radio oder Fernsehen zurückreicht.

NFS Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen

Universitäre Forschungsschwerpunkte (UFSP)

Um im Wettbewerb der Wissenschaften auch künftig Spitzenpositionen einzunehmen, legt die Universitätsleitung im Sinne einer strategischen Entwicklungsplanung Universitäre Forschungsschwerpunkte (UFSP) fest. Sie ergänzt damit die bestehenden Elemente der Schwerpunktbildung im Bereich der Forschung an der Universität Zürich.

Die UFSP der UZH bauen auf bestehender, exzellenter Forschungskompetenz auf. Sie sind interdisziplinär und interfakultär angelegt, dienen die Vernetzung innerhalb der Universität und fördern die Ausbildung hochqualifizierter Nachwuchsforscherinnen und -forschern. Der Philosophischen Fakultät sind die folgenden UFSP zugeordnet:

UFSP Asien und Europa

Der Universitäre Forschungsschwerpunkt (UFSP) Asien und Europa untersucht die vielfältigen Prozesse der Aneignung und Abgrenzung in Kultur, Religion, Recht und Gesellschaft zwischen Asien und Europa. Der Forschungsschwerpunkt bündelt die asienwissenschaftlichen Kompetenzen und Interessensschwerpunkte verschiedener Fächer und Fakultäten der Universität Zürich.

UFSP Asien und Europa

UFSP Dynamik gesunden Alterns

Bis anhin konzentrierte sich die Altersforschung in erster Linie auf die Untersuchung von defizit- und rehabilitationsorientierten klinischen Ansätzen. Dieser UFSP fokussiert dagegen auf die anwendungsnahe Erforschung der neurophysiologischen, neuroanatomischen, psychologischen und medizinischen Grundlagen für den Erhalt von psychologischer Gesundheit vom mittleren bis ins hohe Alter. Es wird untersucht, wie die individuelle Lebensqualität und Gesundheit langfristig stabilisiert werden können.

UFSP Dynamik gesunden Alterns

UFSP Sprache und Raum

Unser Sprechen ist in geographische und soziale Räume eingebettet und ermöglicht Identität und Abgrenzung. Auch sprachliche Veränderungen sind an solche Räume gebunden, und räumliche Nähe führt im Sprachkontakt zu sprachlichen Ähnlichkeiten. Die räumliche Zuweisung von Sprechern aufgrund ihrer sprachlichen Merkmale ist gerade in der Schweiz gang und gäbe. Der UFSP spürt diesen grundlegenden Beziehungen von Raum und Sprache mit neuen technologischen Mitteln nach und verbindet Erkenntnisse der Dialektologie mit der Sprachtypologie und der interaktionslinguistischen Forschung

UFSP Sprache und Raum

UFSP mit Beteiligung der Philosophischen Fakultät

Fakultäre Forschungsschwerpunkte

Die Philosophische Fakultät verfügt über strategische Forschungsschwerpunkte mit exzellentem Leistungsausweis und hohem Bekanntheitsgrad:

  1. die psychologische Altersforschung, die durch den Universitären Forschungsschwerpunkt (UFSP) «Dynamik gesunden Alterns» sowie das Kompetenzzentrum für Gerontologie (ZfG) und das Kompetenzzentrum für Plastizität im Alter (INAPIC) getragen wird;
  2. die asien- und orientwissenschaftliche Forschung im Rahmen des UFSP «Asien und Europa» und des Asien-Orient-Instituts, in dem Islamwissenschaft, Indologie, Sinologie und Japanologie unter einem Dach vereint sind;
  3. die im UFSP «Sprache und Raum» und im Zürcher Kompetenzzentrum Linguistik (ZüKL), gebündelte interdisziplinäre sprachwissenschaftliche Forschung zu Dialektologie, Sprachtypologie und Interaktionslinguistik.