Doktorierendenworkshop: Der Nahe Osten zwischen Asien und Europa (16.1.20, 23.1.20)

Der Nahe Osten zwischen Asien und Europa. Mikro-, meso- und makrohistorische Dimensionen einer politischen Debatte

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Konstruktion historischer Räume und regionaler Zugehörigkeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften einen wichtigen Platz eingenommen. Besondere Aufmerksamkeit haben die soziale Konstruktion von Grenzräumen, die subjektive Vorstellung räumlicher Zusammenhänge (mental maps) oder strukturelle Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen erlangt. Diese Debatten haben sich vielfach an "Klassikern" der historischen Raumforschung (Mittelmeerraum, Balkan, Osteuropa) entzündet. Dagegen bleibt die Frage der sozialen Konstruktion des Raumes an den Aussengrenzen - den 'Rändern' Europas - und insbesondere gegenüber dem Nahen Osten schwammig und gleichzeitig extrem politisiert. In diesem Kurs werden theoretische und methodische Fragen der historischen Raumforschung erarbeitet und am Fall der Debatten zum Nahen Osten vertieft. Auf diese Weise soll die historische Wandelbarkeit räumlicher Zuordnungen in den Vordergrund treten und nicht nur politische und diplomatische Dynamiken, sondern auch die sozialen Praktiken des Grenzüberschreitens betrachtet werden. Der Kurs versteht sich damit als ein Angebot zu einer regional häufig zu wenig betrachteten Frage, ist aber gleichzeitig auch methodisch so breit angelegt, dass die diskutierten Probleme auf andere Fälle und Regionen gut zu übertragen sind.

Dozierende: PD Dr. Heinrich Hartmann, Universität Basel und Alexander Balistreri
Datum: 16.1., 23.1., jeweils 09:00-18:00 (Zeiten können variieren)
Ort: Asien-Orient-Institut, Rämistrasse 59, 8001 Zürich Raum: RAA-E-08
Sprache: German and English
Teilnahmebedingung: offen für Doktorierende, Early-Postdocs oder fortgeschrittene MA-Studierende
ECTS 1 (PhD)
Anmeldung: milena.guthoerl@phil.uzh.ch
Mehr Informationen finden Sie im Flyer (PDF, 960 KB).