Einleitung
Der Modulkatalog hilft Ihnen bei der Planung Ihres Studiums, indem er Ihnen
eine Übersicht über alle Module Ihres Studienprogramms bietet.
Das Dokument enthält folgende Rubriken:
Der Modulkatalog ist ein Informationsdokument und nicht rechtsverbindlich.
Zu Beginn jedes Semesters wird eine aktuelle Version auf der Website der
Philosophischen Fakultät publiziert.
Übersicht über die Modulgruppen
Übersicht über die Module in den Modulgruppen
06M-7368i01Theorie, Analyse, Vermittlung
Katalog der Pflichtmodule, Wahlpflichtmodule und Wahlmodule
Der Katalog enthält Informationen zu jedem Pflicht- und Wahlpflichtmodul.
Zum Teil finden Sie auch Informationen zu Wahlmodulen (Modultitel in eckigen
Klammern). Beachten Sie, dass die Titel von Wahlmodulen semesterweise wechseln
können und dass oft weitere, nicht im Modulkatalog enthaltene Wahlmodule
angeboten werden. Diese und alle anderen semesterbezogenen Informationen
(wie Veranstaltungstitel, Termine, Dozierende, Informationen zur Buchung)
entnehmen Sie dem aktuellen Vorlesungsverzeichnis.
06SM360-530 Theorie/Analyse
Moduldetails: 06SM360-530 Theorie/Analyse
| Modulgruppe |
Theorie, Analyse, Vermittlung |
| Modultyp |
Wahlpflicht |
| ECTS |
15 |
| Lehrform |
Semesterarbeit, Seminar |
| Allgemeine Beschreibung |
Das Modulelement "Theorie" verschafft den Überblick im Feld der relevanten Kultur-/Literaturtheorien mit einem spezifischen Fokus auf deren Gegenwartsbezug einerseits, der gesellschaftlich/politischen Dimension andererseits. Dies schliesst auch die Basislegung im Bereich des kulturtheoretischen Kanons sowie dessen Aktualisierung ein.
Profilbildend und zentral positioniert im Pflichtmodul ist dabei die Leitfrage, wie die unterschiedlichen theoretischen Verfahren der "Lesbarmachung" von Welt als Kultur ihrerseits in theoriebasierte analytische Lektüren aktueller literarischer und literaturanaloger (Alltags)Kulturphänomene überführt werden können. Im Modulement "Analyse" geht es darum, Theorie einerseits als interdependent mit der sie referentiell begründenden Kultur und Gesellschaft zu verstehen.
Andererseits wird der so gewonnene "theoretische Blick" zum Medium der Vermittlung akademischer Sichtweisen auf literarische und literaturähnliche Gegenwartsphänomene. |
| Lernziel |
Die Studierenden gewinnen im Modulelement "Theorie" einen Überblick über die für literaturwissenschaftliche Aktualität spezifisch relevanten Theorieansätze aus dem Bereich der Kultur- und der damit interferierenden Literaturtheorie. Der Lehr-/Lernfokus liegt dabei auf der Diskussion aktueller Forschungsansätze und Fragestellungen mit profilierter gesellschaftlicher/ politischer Dimension und Gegenwartsbezug (wie Posthumanismus, Postcolonial studies, Ecocriticism und Systemkritik). Im Modulelement "Analyse" werden hingegen Verfahren erlernt und praktisch geübt, die unterschiedliche theoretische Perspektiven mit Aktualitätsbezug am literarischen Gegenstand selber entwickeln bzw. durch diesen kritisch reflektieren. Ein zentrales Lernziel bildet dabei die Kompetenz eines gegenstandsbezogenen Theorietransfers,
d.i. des theoriebasierten "literarischen Verstehens" von Gegenwartskultur. |
| Unterrichtssprache |
Deutsch |
| Voraussetzungen |
keine |
| Leistungsnachweis |
Portfolio: Referat und schriftliche Arbeit (ca. 30 000 Zeichen). Gewichtung 30% - 70%. |
| Notenskala |
1-6, in Halbschritten |
| Repetierbarkeit |
einmal wiederholbar, erneut buchen |
| Angebotsmuster |
2-semestrig (Beginn im Herbstsemester) |
| Organisation |
Deutsches Seminar |
06SM360-531 Literaturvermittlung
Moduldetails: 06SM360-531 Literaturvermittlung
| Modulgruppe |
Theorie, Analyse, Vermittlung |
| Modultyp |
Wahlpflicht |
| ECTS |
15 |
| Lehrform |
Semesterarbeit, Seminar |
| Allgemeine Beschreibung |
Das Modul konkretisiert im Rahmen eines Semesterthemas exemplarisch, wie literaturwissenschaftliche Theoriebildung dynamische und unabgeschlossene Wissensprozesse abbildet. So wird einerseits den Studierenden der Konstruktionsprozess von literaturtheoretischem Wissen selbst einsichtig, während andererseits über das plattformeigene Forum sich die Studierenden Nachfragen und Diskussionen stellen bzw. diese moderieren. Dabei wird dem Aspekt der Vermittlung höchste epistemologische Priorität beigemessen: Es geht nicht nur darum, wissenschaftlich einwandfrei gesichertes Wissen über Literatur öffentlich zugänglich zu machen, sondern ebenso darum, dieses Wissen in einer technisch und didaktisch zukunftsfähigen Weise zu vermitteln. Literatur per se ist immer schon auf Kommunikation basiert: Das Modul zeigt folglich nicht bloss Wege auf, Erkenntnisse 'über' Literatur didaktisch aufzubereiten, sondern reflektiert Vermittlung selber als literaturwissenschaftliches Forschungsparadigma. |
| Lernziel |
Im Zentrum steht die Vermittlungspraxis von Literaturwissenschaft.
Lernziel: Die Studierenden werden aktiv und eigenverantwortlich in die Produktion von wissenschaftliches Wissen vermittelnden Online-Kursen und Videolektionen, sowie die Interaktion im Online-Forum eingeführt. Die Einarbeitung in ein spezifisches literaturwissenschaftliches Themenfeld wird ergänzt durch die didaktische Reflexion und die technische Umsetzung dieser Reflexion. Erlernt werden die didaktische Konzeption audiovisueller und digitaler Lehre, das Erstellen von Skripten und das Realisieren eines audiovisuellen Vermittlungsmoduls. Die Studierenden lernen: In Teams zu arbeiten und ihre Arbeitsdisposition selbst zu konzipieren; ein wissenschaftliches Einzelfeld zu erschliessen und zugleich die Herausforderung der Vermittlung dieses Feldes für eine Open Education Ressource anzunehmen; mit einem Vermittlungsmodul und dessen praktischer Erprobung eine zentrale Kompetenz im Feld der Wissenschaftsvermittlung auszuüben. |
| Unterrichtssprache |
Deutsch |
| Voraussetzungen |
Grundlagen der Literaturtheorie
Dieses Modul steht nur Master-Studierenden offen. Es darf nicht von Bachelor-Studierenden als vorgezogenes Mastermodul gebucht werden. |
| Leistungsnachweis |
Portfolio: schriftliche/digitale Arbeitsmappe (c.a. 50'000 Zeichen), 80% Benotung, und audiovisuelles Mini-Modul, 20 % Benotung. |
| Notenskala |
1-6, in Halbschritten |
| Repetierbarkeit |
einmal wiederholbar, erneut buchen |
| Angebotsmuster |
2-semestrig (Beginn im Herbstsemester) |
| Organisation |
Deutsches Seminar |
06SM360-532 Literaturkritik
Moduldetails: 06SM360-532 Literaturkritik
| Modulgruppe |
Theorie, Analyse, Vermittlung |
| Modultyp |
Wahlpflicht |
| ECTS |
15 |
| Lehrform |
Seminar |
| Allgemeine Beschreibung |
Das Modul erprobt neue Formen des Kulturjournalismus in Verbindung mit der universitären Lehre. Die Studierenden erhalten Einblick in das Berufsfeld der Literaturvermittlung und produzieren publikationsreife Beiträge zur zeitgenössischen Schweizer Literatur. Eingebunden sind sie dabei in ein redaktionelles, Workflow-basiertes Umfeld, das über eine Online-Plattform organisiert und durch regelmässige Redaktionstreffen ergänzt wird. Das Modul legt dabei Wert auf die Wahrung eines literaturwissenschaftlichen Reflexionsniveaus in der öffentlichen Diskussion von Literatur. Direkte Rückmeldung erhalten die Studierenden von namhaften Peers aus dem Schweizer Kulturjournalismus. Über Workshops und Praktika wird die konstante und weiterqualifizierende Vernetzung mit dem Literaturbetrieb gewährleistet. Die Absolventinnen und Absolventen des Moduls verfügen nach dessen Abschluss sowohlüber relevante Kontakte zum Schweizer Kulturbetrieb als auch über öffentlich zugängliche Arbeitsproben. |
| Lernziel |
Das Modul vermittelt intensive, praxisbezogene Einblicke in das Berufsfeld der Literaturvermittlung in öffentlichen Räumen vom Literaturfestival über das Feuilleton bis zum Blog. Die Studierenden erlernen und erproben verschiedene Formen der kritischen Auseinandersetzung mit Literatur: Von der klassischen Rezension über den Podcast bis hin zu Veranstaltungs- und Hintergrundberichten oder Interviews verfassen und veröffentlichen sie im Seminar unter Anleitung publikationsreife Beiträge für verschiedene Zielmedien. In der engen Anbindung an den Schweizer Literaturbetrieb werden sie einerseits mit dessen berufspraktischen Mechanismen und Diskursregeln vertraut gemacht, um diese andererseits unter Rückgriff auf ihre literatur- und kulturtheoretische Vorbildung reflektieren und ihr eigenes Schaffen einordnen zu können. Die Textproduktion für unterschiedliche Publikumsmedien geht mit einem differenzierten Verständnis des Literaturbetriebs und seiner Strukturen einher. |
| Unterrichtssprache |
Deutsch |
| Voraussetzungen |
keine |
| Leistungsnachweis |
Portfolio: Lernjournal (ca. 30'000 Zeichen), 80% Benotung, und Vortrag mit Thesenpapier, 20 % Benotung. |
| Notenskala |
1-6, in Halbschritten |
| Repetierbarkeit |
einmal wiederholbar, erneut buchen |
| Angebotsmuster |
2-semestrig (Beginn im Frühjahrssemester) |
| Organisation |
Deutsches Seminar |
06SM360-533 Literatur im Bildungswesen
Moduldetails: 06SM360-533 Literatur im Bildungswesen
| Modulgruppe |
Theorie, Analyse, Vermittlung |
| Modultyp |
Wahlpflicht |
| ECTS |
15 |
| Lehrform |
Seminar |
| Allgemeine Beschreibung |
Das Modul eröffnet vertiefende Einblicke in die Theorie ebenso wie in die konkrete Praxis der Vermittlung von Literatur im Bildungswesen, ausgehend von der theoretischen Frage, welches überhaupt die unverzichtbaren Funktionen literarischer Texte in Bildungsprozessen sein könnten: Literatur als grundlegend alteritäres, vom vertrauten Sprachgebrauch abweichendes Ereignis mit offenen Konnotationsräumen, und Ambiguitäten wird dabei im Modul sowohl theoretisch begründet wie auf die unterschiedlichen Möglichkeiten der praktischen Umsetzung in didaktischen Settings, insbesondere auch in digital gestützten, hin erprobt. In Kooperation mit bestehenden Bildungsinstitutionen und - anlässen wie: Mittelschultag des Deutschen Seminars, Zentrum für literarische Gegenwart, affiliierten Mittelschulen, DaF-Einrichtungen für Migrant:innen und weiteren Bildungseinrichtungen, eröffnet sich für die Studierenden des Moduls die Möglichkeit, im Rahmen ihres Leistungsnachweises erste eigene Praxiserfahrungen im Literaturunterricht zu sammeln. |
| Lernziel |
Die Studierenden gewinnen im Modul «Literatur im Bildungswesen» einen Überblick über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und Funktionen, welche die Vermittlung von Literatur in Bildungsprozessen haben kann. Sie entwickeln ein theoretisches Verständnis für die Spezifik des Gegenstands «Literatur» und für seine gesellschaftlichenRahmenbedingungen, um davon ausgehend sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen der Literaturvermittlung im Bildungswesen erkennen und begründen zu können. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungseinrichtungen erproben sie selbst didaktische Strategien und Methoden in der praktischen Umsetzung, die sie begleitend theoretisch reflektieren. Das Modul ermöglicht hierdurch auch die Vernetzung der Studierenden auf den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Literaturdidaxe und Literaturvermittlung. |
| Unterrichtssprache |
Deutsch |
| Voraussetzungen |
keine |
| Leistungsnachweis |
Portfolio, bestehend aus schriftlicher Arbeit (ca. 25'000 Zeichen, Gewichtung 50%) und didaktischem Konzept / Lernjournal (ca. 25'000 Zeichen, Gewichtung 50%) |
| Notenskala |
1-6, in Halbschritten |
| Repetierbarkeit |
einmal wiederholbar, erneut buchen |
| Angebotsmuster |
2-semestrig (Beginn im Frühjahrssemester) |
| Organisation |
Deutsches Seminar |
06SM360-534 Theorie/Praxis
Moduldetails: 06SM360-534 Theorie/Praxis
| Modulgruppe |
Theorie, Analyse, Vermittlung |
| Modultyp |
Wahlpflicht |
| ECTS |
15 |
| Lehrform |
Semesterarbeit, Seminar |
| Allgemeine Beschreibung |
Das Modul widmet sich der Interdependenz von Theorie und Praxis im Feld der Literatur, ausgehend vom Axiom, wonach Literatur selber konstitutiv immer sowohl im theoretischen wie im praktischen Bereich verortet ist. Literarizität wird in diesem Sinne doppelt verstanden: einerseits als ein spielerisches Generieren von literarischen Fiktionen, in dessen Zug sich Literatur ihre Theorie als Poetologie selber gibt; andererseits als Praxis, in der sie an gesellschaftliche Kontexte, an konkrete Datenträger, an Editionen, an Übersetzungen, an Rechtsgrundlagen, an Aufbewahrungspraktiken etc. gebunden ist. Nicht zuletzt sind auch Institutionen wie Theater, Archive, Übersetzungs- und Verlagshäuser, aber auch Lesungen, Messen, Literaturfestivals, Spokenword-Events unhintergehbarer Teil dessen, was «Literatur» ist.
Insbesondere diesen Medien und Orten, durch die und an welchenLiteratur «stattfindet» gilt der Fokus des Moduls, das den Teilnehmenden die Möglichkeit eröffnet, Literatur als konkrete Gesellschaftspraxis und als Berufsfeld kennenzulernen und im Rahmen des Leistungsnachweises erste eigene Erfahrungen im Literaturbetrieb zu sammeln. |
| Lernziel |
Die Studierenden gewinnen im Modul "Theorie/Praxis" einen Überblick über die Institutionen und Tätigkeitsfelder, die Literatur einerseits als ein «betriebliches» Phänomen strukturieren, andererseits aber auchauf die Literatur in ihrer Entstehung zurückwirken. Fokussiert werden daher zum einen die Produktionsbedingungen, die sozialen, medialen und ökonomischen Realitäten der Literatur (von der Edition über die Übersetzung bis hin zur Literaturförderung), zum anderen die poetologische Reflexion der Literatur auf ihre jeweiligen performativen Bedingungen, ihren Status als Ware, als Unterhaltung, als Wettbewerb, als Beruf etc. Zentrales Lernziel ist das Erwerben der Fähigkeit, die literaturbetriebliche Praxis in der Auseinandersetzung mit literarischen Gegenständen sowohl sichtbar als auch hermeneutisch fruchtbar zu machen. Eingeübt wird dieses Verständnis im reflektierenden Nahkontakt mit Literaturbetrieb und literarischer Praxis. |
| Unterrichtssprache |
Deutsch |
| Voraussetzungen |
keine |
| Leistungsnachweis |
Portfolio, bestehend aus schriftlicher Arbeit (ca. 30'000 Zeichen, Gewichtung 60%) und Lernjournal (wahlweise Arbeitsproben, ca. 20'000 Zeichen, Gewichtung 40%) |
| Notenskala |
1-6, in Halbschritten |
| Repetierbarkeit |
einmal wiederholbar, erneut buchen |
| Angebotsmuster |
2-semestrig (Beginn im Herbstsemester) |
| Organisation |
Deutsches Seminar |
Ende